GOTT STEHT UNSER HOFFNUNG". Bekrönt wird das Ganze,über einer, in der Breite des Pfeilers und des Tabernakels gehaltenenPlatte, von einem barock geschwungenen, unten bauchig konvexen,oben konkaven vierkantigen Balusterhelm, auf dessen waagrechter Ab-schlußfläche ein einfaches schmiedeeisernes Tatzenkreuz steht. DiesesTrillerkreuz ist vor wenigen Jahren gut restauriert worden.( Vgl. auchBerger, 1972, S. 192, Abb. 4).
Hieran schließt sich ein Vollblockpfeiler westlich von Groß-enzersdorf an der Straße nach Eßling( Fig. 19, Hula, 1948, Tf. 16/14), der ebenfalls aus dem ausgehenden 17. Jahrhundert stammt. Überder dreiteiligen Basis steht ein unabgefaster Vierkantpfeiler mit barok-ker Zierfurche wie bei dem Bildstock vom Salmhof. Über einem dop-pelten Gesimse das untere schwach, das obere kräftig und reichprofiliert folgt der auf der Hinterseite( Südseite) glatte und leere,auf den übrigen drei Seiten mit rundbogigen Bildfeldern belegteVollblock und darüber, über einem weiteren kräftigen und reichprofilierten Gesimse, der Helm in Form einer vierkantigen barok-ken Zwiebel mit kräftigem, in Dreisproß- Arme endigenden Stein-kreuz, ähnlich wie bei dem Pfeiler von Hagenbrunn. Auch dieses Kult-mal ist in jüngster Zeit gut restauriert worden; dabei wurden die Bild-felder des Tabernakels mit neuen bunten Keramiken gefüllt: auf derVorderseite( Nordseite) mit einer Muttergottes, auf der Ost- und derWestseite mit den Wappen von Großenzersdorf und Niederösterreich.Dieses Kultmal ist ein altes Grenzzeichen der Stadt Großenzersdorfgegen die Gemeinde Eẞling und steht damit heute an der Landesgrenzevon Niederösterreich und Wien.
Ein sehr hübscher und sehr gut restaurierter Vollblockpfeiler,am Schaft datiert mit„, 1631" und„, 1764", steht beim Mariabrünnlam Ostrand von Groißenbrunn. Dieses Kultmal ist aber hier sichernicht bodenständig; nach Auskunft von Einheimischen wurde esaus dem Waldviertel" nach Groißenbrunn versetzt. Der Form nachdürfte es am ehesten aus dem Raum von Eggenburg oder aus demPulkautal stammen.
Die Errichtung eines derartigen hausteinernen„ Wegkreuzes” warzweifellos schon vom Material her eine recht kostspielige Angelegen-heit, und man versteht es daher, daß einzelne Werkstücke aus verfalle-nen Exemplaren weiter verwendet wurden. Ein kurioses Stück solcherArt steht an der Straße von Bockfließ nach Großengersdorf( Fig. 20);es ist aus den unvollständigen Trümmern zweier verschiedener Block-pfeiler zusammengesetzt, deren Entstehungszeit noch dazu fast70 Jahre auseinander liegt. Die beiden Exemplare unterscheiden sichdeutlich durch das verschiedenartige Gesteinsmaterial: das ältere istaus rötlich- grauem glimmerreichem Sandstein, das jüngere aus rost-
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