Ende der Abfasung die dreieckig vorspringenden Zwickel. Über einemeinfachen, mit einer kräftigen scharfen Kante vorspringenden Gesimsesteht der, wieder aus Platten aufgebaute einfache Höhlenblock;die Bekrönung, über einem weiteren Gesimse, bildet eine monolithischevierkantige spitze Pyramide, wieder mit einem jüngeren Schmiedeeisen-
kreuz.
In dieselbe Zeit gehört ferner ein Höhlenblockpfeiler bei Lassee( Fig. 5, Hula, 1948, Tf. 12/15). Bereits die Basisplatte zeigt hier einekennzeichnende spätgotische Eigenheit: ihre oberen Kanten sind untenca. 45 Grad abgeschrägt, und diese Abschrägungen überkreuzen sichan den Ecken und werden bis zu den Stirnflächen fortgeführt, wo sie inkleine, oben etwas abgewalmte Giebelchen enden. Der vierkantigePfeilerschaft ist mäßig kräftig abgefast. Der verhältnismäßig sehr kräf-tige und plumpe Höhlenblock ist auf der Unterseite ebenso gestaltetwie die geschilderte Oberseite der Basisplatte. Er besitzt eine großetiefe rechteckige Nische und trägt über jeder Seitenfläche einen an-nähernd rechtwinkelig- dreieckigen Giebel; das Ganze mag wohl soähnlich ausgesehen haben wie bei dem Höhlenblockpfeiler von Still-fried, wo eine waagrechte Fuge ungefähr durch die Mitte der Giebelgeht. Heute ist bei dem Exemplar von Lassee das obere Werkstück mitdem bekrönenden Helm verloren; an seiner Stelle wächst aus demwaagrechten Abschluß ein hübsches, wohl barockes, schmiedeeisernesKreuz.
Spätgotische Züge trägt ferner ein Höhlenblockpfeiler bei Obers-dorf( Fig. 6, Hula, 1948, Tf. 13/5), den Hula in die Kategorie„, 1500bis 1650" einordnet. Der monolithische, stark abgefaste Vierkant-pfeiler trägt einen ebenfalls abgefasten, auch an den Unterkanten abge-schrägten Höhlenblock mit verhältnismäßig recht enger Nische. DieBedachung dürfte jünger sein; sie besteht aus einer sehr sanft geneigtenPyramide, die von einer waagrechten quadratischen Platte und einemdarauf stehenden einfachen Steinkreuz bekrönt wird.
Zeitlich schwer einzuordnen, aber vermutlich eher etwas jün-geren Datums ist schließlich ein unvollständig erhaltener Pfeileram Nordende von Obersdorf( an der Abzweigung der Straße nachSeyring)( Fig.7), der heute in eine Nische eines Bauernhauses einge-baut ist. Eine quadratische Basisplatte trägt hier einen stark abge-fasten Vierkantpfeiler mit dreieckigen Zwickeln an den oberen undunteren Enden der Abfasung. Der Block fehlt; auf den Schaftfolgt unmittelbar die Bedachung, bestehend aus einer quadratischenPlatte und einer sanft ansteigenden, abgetreppten und leicht geschwun-genen fast barock anmutenden Pyramide. Die Bekrönung bildetauch hier wieder ein neueres Schmiedeeisenkreuz.
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Alle bisher beschriebenen spätgotischen Kultmale sind aus Hau-