umstände früherer Geisteskranker 8). Spezialisiert auf kulturhistorische Zusam-menhänge oblag ihr im Mozartjahr 1956 Auswahl und Aufstellung der Exponatefür die umfassende Schau„ Salzburg zur Zeit Mozarts" 9) in der Residenz, dreiJahre später war sie Mitarbeiterin bei der Ausstellung in den Dom- Oratorienanläßlich der Einweihung des wiederhergestellten Domes und wurde in der Folgeund wird bei zahlreichen Expositionen zu Rate gezogen.
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Trotz bescheidener finanzieller Mittel gelang es ihr immer wieder, nebenObjekten des religiösen Volksglaubens auch Kostbarkeiten der regionalen Salz-burger Möbellandschaften für ihre bewundernswerte Sammlung zu erwerbenEhrensache, daß sie selbst allesamt mit unglaublicher Geschicklichkeit restau-rierte. In der Folge gab sie zur Entstehung so mancher heute bedeutendenSammlung den entscheidenden Anstoß und konnte mit ihrer Tätigkeit bewirken,daß verlorengeglaubte Unikate vom Ausland nach Salzburg zurück gelangtenund von der öffentlichen Hand erworben werden konnten. Um auch die Öffent-lichkeit an ihrer Privatsammlung teilhaftig werden zu lassen, begann sie im Spät-herbst 1965 ohne jedwede Subvention im sogenannten Pfarrhofkasten vonPfarrwerfen ein für den ganzen Pongau repräsentatives Landschaftsmuseumeinzurichten 10). Da jedoch dort die räumlichen Gegebenheiten jeglicher Er-weiterung Grenzen gesetzt hatten, unterzog sie sich zehn Jahre später neuerlichder Mühe, ihre zahlreichen Exponate in das Schloß von Goldegg zu über-tragen 11). Nur kurze Zeit zuvor war mit ihrem vielgelobten Versuch, in densüdlichen Dombögen das Kuriositätenkabinett der ehemaligen fürsterzbischöfli-chen Kunst- und Wunderkammer für das wiedererstandene Salzburger Dom-museum zu rekonstruieren, ein Kindheitstraum der Jubilarin in Erfüllunggegangen 12).
Wissenschaftliche Anerkennung ihrer vielseitigen Tätigkeit wurde ihr inder Berufung in mehrere Fachausschüsse zuteil, etwa als ehrenamtliche Korre-spondentin des Denkmalamtes etc. Von öffentlicher Seite erhielt sie für Ver-
8) H. V., Über Dodel und andere Salzburger.( Salzburger Tagblatt,14. 2. 1975)
9) Salzburg zur Zeit Mozarts. Ausstellungskatalog der ResidenzgalerieSalzburg anläßlich des 200. Geburtstages W. A. Mozarts. Red.: Herbert Klein.Salzburg 1956, S. 2, 17-19, 22—30.
10) Widrich Hans, Der Pongau einst und jetzt. Im Turm von Pfarr-werfen wird ein schönes Heimatmuseum eingerichtet. In: Rupertusblatt. Zschrft.d. Erzdiözese Salzburg, Salzburg 1966, Fg. 7, 14. 8. 1966, S. 10. Derselbe,Das Pongauer Heimatmuseum. In: Salzburger Jahr 1967/68. Eine Kulturchronik.Hg.: Sbg. Landesregierung. Salzburg 1967, S. 56-59. Martischnig Michael,Unsere Heimatmuseen stellen sich vor: Pfarrwerfen. In: Pongauer NachrichtenNr. 8, St. Johann, 18. 10. 1972, S. 4. Derselbe, Das Pongauer Heimatmuseumin Pfarrwerfen. In: Kultur im Zeitgeschehen, Kulturbeilage d. Österr. Ärzte-zeitung, Jg. 30, Wien, 25. 4. 1975, H. 8, S. 539-541.
11) E 1. Ma., Heimatmuseum auf Goldegg. Ausstellung von Nora Wat-teck. In: Salzburger Volksblatt, 9. 6. 1975, S. 4. Barbara Kutschera, SchlofGoldegg ist zu neuem Leben erwacht. Museum des Pongauer Volkslebens ge-staltet. In: Salzburger Volksblatt, Regionalausgabe Pongau, Fg. 127, Juni 1976,S. VI. Johannes Neuhardt, Das Heimatmuseum im Schloß Goldegg. In:Das Salzburger Jahr 1976/77. Eine Kulturchronik. Hg.: Sbg. Landesregierung.Salzburg 1976, S. 50-53.
12) Elisabeth Mayer, Nora von Watteck verwirklicht mit 73 Jahreneinen Jugendtraum. In: Rupertusblatt. Zschrft. d. Erzdiözese Sbg., Salzburg13. 4. 1975, S. 24.
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