Jahrgang 
80 (1977) / N.S. 31
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Houses of other Balkan Peoples( Athens 1951, pp. 134, fig. 78, plat. XVIII).Das griechische und internationale Echo auf diese Typenkunde der griechischenWohnlandschaft ist überwältigend; es melden sich nicht nur Volkskundler, son-dern auch Architekten und Archäologen aus aller Welt zu Wort( Auswahl:Ch. Parain, Le Mois d'Ethnographie Français 6[ 1952], 5-6; R. M. Dawkins,Folk- Lore LXIV[ 1953], No. 2, 373-374; F. Bonasera, Lares XIX[ 1953],116 117; A. Haberlandt, Mitt. d. Anthropol. Ges. in Wien LXXXIII[ 1954],241-242; G. Tucci, Rivista di Etnografia VIII- IX[ 1954/55]; J. Whitaker,Antiquity 29[ 1955], 240; R. Wildhaber, SAV 52[ 1956], 187; V. Novak,Slovenskij Etnograf IX[ 1957], 307-308; u. a.). Aber noch eine zweite wissen-schaftliche Sensation, diesmal philologisch- byzantinistischer Natur, bereiteteMegas in den Kriegsjahren vor: 1943 erschien eine kritische Ausgabe des kre-tischen Mysterienspiels vom Opfer Abrahams(, Thysí tou Abraàm, Athen1943), elf Jahre später die zweite Auflage mit einer umfassenden und informa-tionsüberquellenden Einleitung( 1-135). Die preisgekrönte Arbeit erregte vorallem das Interesse der Byzantinisten und Neogräzisten( F. Dölger, Byz. Zs. 48[ 1955], 436; J. Bompaire, Revue des études grecques 70[ 1957], 571 ff. u. a.).Von der Vielschichtigkeit der wissenschaftlichen Interessen in diesen Jahrenzeigt auch die Tatsache, daß Megas sein anfängliches Spezialgebiet, die Volks-erzählung, keineswegs aus den Augen verlor: 1942 erschienen die Arbeiten über,, Judas in den Volkslegenden" und Über den Ödipusmythos"( Jb. d. Laogr.Archivs 3-4[ 1941/42], 3-32 und 196-209). Auch das Gebiet der Volks-medizin kam wieder zu Wort: Magische und abergläubische Gewohnheiten zurAbwehr epidemischer Krankheiten"( Jb. d. Laogr. Archivs 5-6[ 1943/44], 5 bis58). Nach dem Krieg wendete sich Megas auch ethnischen Problemen zu: Erverfaßte eine kurze Geschichte des Griechentums in Bulgarien bis zur pan-slawistischen Bewegung( ,, Ost- Rumelien", Athen 1945, 47 Seiten); in einer ande-ren Arbeit setzte er sich mit der historischen Grundlage der Haidukenliederauseinander( ,, Besitzen die Bulgaren ein Nationalepos?", Athen 1946, S. 44).

Zu diesen wissenschaftlichen Problemstellungen kamen bald schon auchakademische Lehrverpflichtungen. Am 29. April 1947 wurde Megas zum außer-ordentlichen Professor für Volkskunde an der Universität Athen ernannt, am14. Juli 1952 zum ordentlichen Professor am selben Lehrstuhl. Unter dem Druckder wachsenden Verpflichtungen legte Megas am 24. Jänner 1956, im 63. Lebens-jahr stehend, die Leitung des Laographischen Archivs in jüngere Hände undverblieb Ehrendirektor. Im akademischen Jahr 1959/60 hatte er das Amt einesDekans der Philologischen Fakultät inne; 1961 wurde er emeritiert und zog sichvon seinen Lehrverpflichtungen zurück. Als akademischer Lehrer betonte erseinen Studenten gegenüber immer wieder die Einheit der griechischen Kulturund hielt sie zum Studium der antiken Religion und Mythologie sowie der Kul-turgeschichte an. Darüber hinaus legte er besonderen Wert auf die Einführungin die Methoden der Feldforschung, so daß auch das Volkskundliche Seminarder Universität Athen heute über eine bedeutende Anzahl volkskundlicherMaterialsammlungen verfügt. Jenen interdisziplinären Ansatz der Volkskundezwischen alter und neuer Philologie und Archäologie, Soziologie und Ethno-logie, Kulturgeographie und Geschichte, Religionswissenschaft und Brauchkunde,Theologie und Kunstwissenschaft, der in seinen wissenschaftlichen Werken soreiche Früchte getragen hatte, vertrat er auch ebenso überzeugend seinen Schü-lern gegenüber.

Neben seiner Tätigkeit als Universitätsprofessor und als Direktor des Lao-graphischen Archivs hatte Megas auch ab 1952 als Sekretär der Gesellschaftfür Griechische Volkskunde" die Herausgabe des Organs Laographia" über-nommen. Beide Periodika, die Laographia" und das Jahrbuch des Laogra-phischen Archivs", zählen seither zu den wichtigen volkskundlichen Fachzeit-

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