Chronik der Volkskunde
Österreichisches Museum für Volkskunde
Arbeitsbericht für 1977
Das Museum hat auch im Jahr 1977 alle anfallenden Arbeiten pünktlichund genau erledigt. Personell konnte die Aufstockung des wissenschaftlichenPersonals um einen Posten positiv verbucht werden. Es wurde Dr. KlausGottschall als VB des Wiss. Dienstes eingestellt. Dr. Franz Grieshofer legte dieDienstprüfung ab und wurde in der Folge pragmatisiert, so daß derzeit vierVertreter der Volkskunde und ein Restaurator als Akademiker Dienst tun. Dielangjährige Hauswartin Frau Rudolfine Römlein wurde verabschiedet und FrauGerlinde Karpf als Nachfolgerin aufgenommen. Mit der Subvention, die dasBundesministerium für Wissenschaft und Forschung dem Museum gewährt,wurde wieder so sparsam gewirtschaftet, daß auch die verschiedenen Publika-tionen des Museums ohne weitere Zuwendung gedruckt werden konnten.Arbeiten im Hauptgebäude:
In der Sammlung wurden verschiedene Vitrinen erneuert, zum Teil mitgrößeren Scheiben versehen, neu gestrichen und beleuchtbar gemacht. Für dieneue Ausstellung im Obergeschoß wurden zwei Räume ausgemalt, neu tapeziertund mit neuen Vitrinenbeleuchtungen versehen. Der Krippenraum des Museums,ein fensterloser Raum mit Steinfußboden, wurde ganz neu gestaltet. Es wurdeeine Holzdecke eingehängt, die Wände wurden tapeziert und der Fußbodenmit einem warmen Belag versehen.
Ausstellungen im Hauptgebäude:
Außer kleinen Einzelausstellungen in einzelnen Vitrinen wurde vor allemdie umfangreiche Ausstellung„ Alte Volkskunst aus dem Egerland" mit eigenemKatalog und Plakat durchgeführt.
Außenstellen:
Im Schloßmuseum Gobelsburg wurde die Photoausstellung„, Wegkreuzeund Bildstöcke im Umkreis von Gobelsburg" eingerichtet und beim Sommerfestdes Vereines für Volkskunde eröffnet. Eigener( vervielfältigter) Katalog.
Ausstellungen in anderen Außenstellen:
Im Stift Geras wurde die erfolgreiche Ausstellung„ Volkskunst im Zeichender Fische"( mit eigenem Katalog) ein weiteres Jahr beibehalten.
Im Schloß Matzen( Außenstelle des Museums für Völkerkunde) wurde imNovember 1977 eine umfangreiche Krippenausstellung eingerichtet.
Institut für Gegenwartsvolkskunde der Österreichischen Aka-demie der Wissenschaften:
Der Wiss. Oberrat Dr. Klaus Beitl wurde zum Direktor des Institutesbestellt. Die zunächst im Alten Rathaus von Mattersburg untergebrachte Außen-stelle wurde in die Alte Mühle verlegt, wo mehr und bessere Räume zur Ver-fügung stehen. Der eigentliche Mühlentrakt wird künftighin als Depot desMuseums dienen können.
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