Jahrgang 
82 (1979) / N.S. 33
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zeichnungen. 1919 maturierte er an der Salzburger Lehrerbildungsanstalt. Er wirkteals angesehener Lehrer im Großarltal, als Hauptschullehrer in Salzburg und zuletztals Hauptsschuldirektor in Großarl bis zu seiner Pensionierung 1961. Schon alsjungen Lehrer interessierte ihn besonders die Anthropologie und Etymologie.Neben seinem Berufe studierte Fiala an der Universität Innsbruck Volkskunde.Schon in der Festschrift der anthropologischen Gesellschaft 1924 erregte Karl Fialagroßes Aufsehen. Zahlreiche Fachaufsätze erschienen von ihm in der Österreichi-schen Zeitschrift für Volkskunde. Als Mitarbeiter der Kommission für bayrisch-österreichische Mundartforschung bis heute, dazu als Erforscher besonders desGroßarltales erwarb Karl Fiala großes Ansehen. Seine Dissertation bei Prof. Kranz-mayer ,, Mundartkundliches und Sachkundliches in der Bauernarbeit im Großarltal( Salzburg)" umschloß einen großen Themenkreis der Mundart und der Sachvolks-kunde des Großarltales. Zahlreiche Forschungen konnte Fiala veröffentlichen. Dervolkskundliche Teil der von Dr. Martin herausgegebenen, Kunstdenkmale desLandkreises Bischofshofen"( 1940) wurde von ihm bearbeitet. Auch die einmaligeHerausgabe der ,, Volkskunst in Salzburg" ist ihm zu danken. Das Großarltal wurdedurch Karl Fiala besiedlungskundlich wie historisch beleuchtet und untersucht. Fialawurde schon 1960 Ehrenmitglied der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, erpromovierte 1965 zum Doktor der Philosophie, wurde Bürger der Stadt Salzburgund 1970 Ehrenbürger der Marktgemeinde Großarl. Nicht vergessen sind Dr. KarlFialas Verdienste auf dem Gebiet der Namenserklärungen vieler Orte und Ort-schaften.

Michael Martischnig

Literatur der Volkskunde

VOLKSKULTUR. MENSCH UND SACHWELT. Festschrift für FranzC. Lipp zum 65. Geburtstag. Hrsg. vom Verein für Volkskunde. Geleitetvon Klaus Beitl und Franz j. Grieshofer. Wien, Selbstverlag desVereines für Volkskunde, 1978. 353 S., 69 Abb. auf Tafeln.(= Sonder-schriften des Vereines für Volkskunde in Wien, 3). S 390,-( für MitgliederS 310,-).

Franz Lipp hat in Linz ein Volkskunde- und Volkskunstmuseum aufgebaut,das seinesgleichen an klarer Gestaltung und überzeugender Schönheit sucht, vorallem wegen seiner prachtvoll reichen Möbelsammlung. Franz Lipp hat sich aberauch einen internationalen Namen gemacht durch seine Haus- und Stubenforschun-gen, durch seine vorzüglichen Arbeiten über Möbel und Trachten und durch seinenunermüdlichen Einsatz für das Heimatwerk. So haben ihm denn seine beiden Kolle-gen Beit und Grieshofer eine wohl verdiente, schöne Festschrift widmenkönnen, in welcher Leopold Schmidt für den zu Ehrenden warm empfundeneWorte der Anerkennung und des Lobes als Einleitung schreibt. Der Band enthält28 Aufsätze, die fast zur Gänze von österreichischen Kollegen geschrieben sind. Daes räumliche Gründe nicht erlauben, auf alle näher einzugehen, möge es mir gestattetsein, einige besonders hervorzuheben und die anderen leider nur summarisch zunennen, wobei ich deutlich betonen möchte, daß diese Auswahl nur mit meinen per-sönlichen Vorlieben zu tun hat. Dietmar Assmann schreibt über Taufnamen-

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