Anton Struggl im ,, Kinder Stibl“ erwähnten 8 Kupferstiche und die 63papierenen Landschaften in ,, vergulten Rämbl“ im ,, Klainen Stibl", imgroßen, gassenseitig gelegenen Zimmer und im„, Stibl“ des Erblassershatten sogar einen Schätzwert von nur 6 x.4) Besonders wertvolleBilder waren hingegen z. B. ein 1684 auf 15 fl geschätztes„, Groß ein-gefastes Bildt" im Inventar des„, Statt Passisten" Matheus Wrieẞnig³)oder die ,, 4 Grosse Stuckh die 4 thaill der welt genant", deren Wert 1699im Inventar des Handelsherrn und Verwandten des Inneren RathsJoseph Wilhelm Waller 6) mit 80 fl angegeben ist.( Abb. 1)
Die bei weitem überwiegende Anzahl der Bilder geistlichenInhalts stellen Heilige oder Szenen aus dem Leben Christi oder Mariädar. Häufig sind auch Kopien marianischer Gnadenbilder. Zwischen1681 und 1699 werden in 22 Inventaren 25 verschiedene, als ,, frauenbildt“ ,,, Unsere liebe frau“, Maria- oder Muttergottesbild bezeichneteMariendarstellungen sowie ein„, frauen bildt mit schlafendem Kind",drei weitere Darstellungen der Maria mit dem Kind und zwei Mater-Dolorosa- Bilder erwähnt. In den Inventaren des 18. Jahrhunderts sindebenfalls sehr häufig Marienbilder genannt: Acht Inventare verzeichneninsgesamt zehn als„, Unsere liebe Frau“ bezeichnete Bilder;„ frauen-bilder" werden in 75 Inventaren hundertsechzehnmal und„, Frauen-bild( er) mit dem Jesuskind“ neunmal angeführt. In 38 Inventaren sind53 weitere Marien- oder Muttergottesbilder erwähnt, Muttergottesbil-der mit einem Jesuskind werden fünfmal, Maria mit Jesus und Maria mitJoseph dreimal und Maria mit Johannes einmal genannt. Sie waren ent-weder ,, gemahlen“,„ papieren“ oder auch gestickt. Darüber hinaus fin-den sich in den Inventaren des 18. Jahrhunderts auch zwei„, Frauen-bilder" aus Wachs, ein ,, angekhlaidtes frauenbild“ und sieben„, frauenKäpsl". Schließlich sind auch zwölf Bilder und eine Kapsel der schmerz-haften Muttergottes und eine aus Wachs bossierte Muttergottesfigur inden Klagenfurter Inventaren des 18. Jahrhunderts angeführt.
Die Geburt Mariä wird nur einmal, in dem nach dem Ab-leben des Hausmeisters Jacob Hudelist 1745 erstellten Inventar ge-nannt.) Als Englischer Gruß( Verkündigung an Maria) bezeich-nete Bilder werden 1699 zweimal und zwischen 1732 und 1749 dreimalin Inventaren erwähnt. Bilder der Unbefleckten Empfängnisscheinen im späten 17. Jahrhundert zweimal und im 18. Jahrhundertzweiundzwanzigmal auf. Außerdem wird 1773 im Nachlaß der Bäckerin
4) MCXLVII Nr. 250.
5) MCLV Nr. 88.
MCLII Nr. 10.
MCXLL Nr. 96.
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