reichische Museum für Volkskunde und die Volkskundliche Abteilung des Nieder-österreichischen Landesmuseums mit der Ausstellung„ Viticultura en Austria" ver-treten. Am Mittwoch, dem 10. September 1980 fand nach einer kurzen Pressefüh-rung um 19.00 Uhr die feierliche Eröffnung beider Ausstellungen durch Staatssekre-tär Albin Schober und dem österreichischen Botschafter, Dr. Wolfgang Schallen-berg, statt.
Im Laufe einer mehr als 80jährigen Sammeltätigkeit erwuchs dem Österreichi-schen Museum für Volkskunde ein reichhaltiger Bestand an Bildern und Sach-zeugnissen aus allen Gebieten des derzeitigen und des altösterreichischen Wein-baus, der für die Ausstellung durch Exponate aus dem Niederösterreichischen Lan-desmuseum erweitert wurde. Anhand des ausgewählten Anschauungsmaterialsergab sich eine Gliederung der Ausstellung und vier Teile:
1. Bewachen der Weingärten
2. Weingartenarbeit
3. Weinkeller, Weinpresse und Weinzeiger4. Winzerfeste
Der Zweckmäßigkeit einer kleinen, leicht transportablen Ausstellung entspre-chend, wurde ganz bewußt auf eine größere Auswahl an Sachgütern verzichtet undstatt dessen eine Konzentrierung vor allem auf Bildzeugnisse vorgezogen.
Soweit die Bilder, Fotos und ausgestellten Objekte nicht schon für sich spra-chen, halfen kurze Kommentare zum besseren Verständnis.
Die Ausstellung war vom 10. September bis zum 14. September in der Zeit von9.00 bis 14.00 Uhr und in der Zeit von 19.00 bis 21.00 Uhr geöffnet.
Alles in allem gesehen erwies sich die weinbauvolkskundliche Ausstellung alsguter Erfolg, insbesondere, da auch im Rahmen der Gesamtveranstaltung„ tablaosflamencos" und sogar Stierkämpfe dargeboten wurden.
Die kleine Ausstellung des Österreichischen Museums für Volkskunde und derVolkskundlichen Abteilung des Niederösterreichischen Landesmuseums rundetesomit das Veranstaltungsprogramm ab und stellte zugleich eine Werbung für dieÖsterreichische Weinbauwirtschaft dar.
Gudrun Hempel
Helmut Prasch 70 Jahre
1963 konnte zuerst in dieser Zeitschrift( ÖZV XVII/ 66, S. 38 ff.) auf das Bezirks-heimatmuseum von Spittal an der Drau und seinen Gründer und Leiter, HelmutPrasch, hingewiesen werden. In dem vergangenen Vierteljahrhundert ist die Tätig-keit von Prasch immer intensiviert worden und haben die von ihm geschaffenen Ein-richtungen für Oberkärnten einen sehr guten Ruf bekommen. Der Verein für Volks-kunde in Wien hat ihm deshalb 1976 die Michael- Haberlandt- Medaille verliehen,die höchste Anerkennung, die wir einer Leistung wie der seinen zollen können.
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