1628 Maria Foy( Jesuitenkolleg), 1629 Mariahilf( Mariahilfkirche in der Au) undMaria mit dem geneigten Haupt/ Maria Landshut( Karmeliterkirche), 1632 SalvaGuardia( Ridlerklosterkirche), 1653 Wachspietà( Jesuitenkolleg), 1638 Marien-säule( Marienplatz), 1645 Föchinger Muttergottes( Kurfürstlicher Hof), 1653Mariahilf( Peterskirche), 1655 Mariä Rosen( Dom), 1660 Skapuliermuttergottes( Karmeliterkirche), 1688 Glykophilousa( Annakirche im Lehel) und endlich1651/90 Herzogspitalmuttergottes( Herzogspitalkirche).
Aber nicht nur das! Schon beim flüchtigen Durchblättern des Buches stößt manauf Oberflächlichkeiten, Unrichtigkeiten und Fehler zuhauf. Als Beispiele seienbesonders genannt: Das Gnadenbild mit dem( zugegeben irreführenden) Titel,, Maria hilf“ in Maria Eck ist, auch wenn das Bild so heißt, keine Kopie derCranachschen Mariahilf von Passau und Innsbruck, sondern eine Maria Schnee vonSanta Maria Maggiore in Rom( S. 44, 45, 224); eine Wallfahrt, die ,, schon imbeginnenden 13. Jh. bezeugt" ist, kann Bogenberg nicht sein, weil zumindest inBayern vor dem 14. Jh. überhaupt keine Marienwallfahrt nachgewiesen ist( S. 84); das Gnadenbild auf dem Wankerberg bei Nesselwang ist eine Maria Plain,keine Maria Trost( S. 88); die Mariahilf von Amberg ist auch keine ,, freie Kopie“(= Nachbildung), sondern eine weitgehend naturgetreue Kopie des Cranachbildesvon Passau und Innsbruck( S. 224); der Name des Wallfahrtsortes Sammarei istdurchwegs falsch geschrieben( S. 5, 93–98).
Gut reproduziert sind die farbigen Votivtafeln( S. 85), sehr zu wünschen übriglassen dagegen die Schwarzweiß- Abbildungen, denen farbige Vorlagen zugrundeliegen( z. B. S. 227; die Votivtafel von 1759 ist auf dem Umschlag des Buches überdie ,, Votiv- Bilder" des Klosters Andechs von Almut Amereller, München 1965,unvergleichlich besser abgebildet!). Fleißig die vielen„, Zitate" aus Mirakelbüchern,die von Krankheit, Unglück und Not berichten und von denen man nur hoffen kann,daß ihr Inhalt durch die Transkription in unser heutiges Deutsch nicht gelitten hat.Quellen dafür sind leider nicht angegeben, die notwendigen Register fehlen.
Genauso salopp, wie das Buch in der Presse angeboten worden ist( Maria ,, alsmit den Sinnen zu begreifendes Frauenzimmer“ und Marienverehrung als ein Alibidafür, wenn man sich ,, mit der Alten nicht genau so gut verstehe“; vgl. MünchnerMerkur vom 3. 10. 1979), ist es, das sehr wohl ein gutes Buch zu einem guten Themahätte sein können, aufgemacht. Schade!
Helmut Sperber
Oskar von Zaborsky- Wahlstätten, Die Tracht in Niederbayern. Gäu-boden, Unteres Rott- und Vilstal. Großokt., 154 Seiten, mit 18vierfarbigen Abb. und 4 vierfarbigen Tabellen, Strichzeichnungen und Kar-ten im Text. München 1979, Verlag Georg D. W. Callwey. DM 79,-.
Oskar von Zaborsky- Wahlstätten, Die Tracht im Bayerischen undBöhmerwald. Eine Trachtenkunde. Großokt., 138 Seiten, mit 14 vier-farbigen Abb. und 3 vierfarbigen Falttafeln, Strichzeichnungen und Karten imText. München 1979, Verlag Georg D. W. Callwey. DM 79,-.
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