zusammengestellt. Am 25. Juli 1952 fand um den Residenzbrunnen die Erstauf-führung statt. Diese Art der Festspieleröffnung hatte so gefallen, daß sie seitdemzum festen Bestandteil geworden ist.
Der Hauptteil des Werkes ist dieser Neuformung gewidmet; in Wort,Zeichnung und Foto werden die Figuren genau beschrieben, so daß das Aufhörendes Fackeltanzes mangels ausreichender Information nicht mehr befürchtet werdenmuß. Eine Chronik des erneuerten Fackeltanzes hält die Zahl der seitherstattgefundenen Aufführungen und die Mitwirkenden fest.
Karl Horak
Walther Amonn, Die acht Bozner Seligkeiten. Erinnerungen einesSüdtiroler Kaufherrn und Kunstmäzens. Herausgegeben von WolfgangPfaundler. Vorwort von Oswald Graf Trapp. Nachwort von FranzHieronymus Riedl. Mit 93 Farb- und 185 Schwarzweißabbildungen nachPhotographien von Oswald Kofler. Großformat 318 Seiten. Wien-München Zürich, Molden Edition.
Das ebenso große wie schöne und teure Buch ist eine Rarität, schon beimErscheinen: Erinnerungen in solcher Ausstattung werden wohl nur ganz seltengedruckt. Aber der Bozner Großhandelsherr, Hauptvertreter der alten FamilieAmonn in diesen Jahrzehnten, hat wahrlich viel erlebt, und seine randvoll ausge-füllten Erinnerungen aus Südtiroler Wirtschaft, Politik und Kultur sind lesenswertgenug. Sie würden das Buch allein schon rechtfertigen. Aber daß man den Bandnoch reich mit Abbildungen ausstattete, wobei sowohl die Ansitze der FamilieAmonn wie die Kunstsammlungen vorzüglich zur Geltung kommen, das ist selbst-verständlich noch besonders erfreulich.
Vom fachlichen Standpunkt ist vor allem deshalb darauf hinzuweisen, weilWalther Amonn neben vielen anderen Gebieten eben auch Südtiroler Volkskunstgesammelt hat, und ein kundiger Herausgeber wie Wolfgang Pfaundler daraufselbstverständlich besonderen Wert legen konnte. Daher die vielen meist sehrguten Bilder von Oswald Kofler zu unseren Themen. Es seien nur einige davonbesonders herausgehoben: Ländliche Häuser( 113, 121, 155), Zäune( 115),getäfelte Stuben( 25), dann vor allem Möbel, wie Truhen( 26, 31, 46, 47), Kastenmit geschnitzten Füllungen( 28) oder auch mit bemalten( 128, 129), bemalteLadenkasten( 29), Küchenmöbel von zum Teil altertümlicher Gestaltung( 38, 39,43), Tische( 40), Brettstühle, davon einige dreibeinig( 41), Himmelbett von 1692( 42), Milchkasten mit Holzvergitterung( 48); dann die vielen Geräte, wie Schellen-bogen( 132), Mohnstampfer( 133), Masken( 134), Spanschachteln( 124), Block-trüherln( 127), Wiegenbogen( 126) und Schießscheiben( 162, 163, 164, 165).Aus der religiösen Volkskunst vielerlei: Gefaßte Reliquienanhänger( 168),Klosterarbeiten( 70, 71, 72), Wachschristkindln( 74, 75), dann kolorierteAndachtsbilder( 77), aber auch Hinterglasbilder( 76, 78), Arma- Christi- Kreuz( 79), viele Heiligenplastiken( 80, 81, 82, 83, 86, 87, 88, 136), Heiliggeisttauben
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