mehrere detailreiche, schriftliche Beschreibungen 15) wie auch aus der Mitte desfolgenden Jahrhunderts zahlreiche bildliche Belege vorhanden, etwa in denlithographischen Zyklen von A. Gerasch, J. Rattensberger undJ. Benz¹). Von ungemeiner Reichhaltigkeit ist das Lebenswerk des im Jahre1961 in Radstadt geborenen Kunsterziehers Prof. Franz Kulstrunk, dessenkomplette unveröffentlichte Sammlungs- und Forschungsergebnisse im Jahre 1977dem Sbg. Museum Carolino- Augusteum überantwortet wurden 17).
In weiterer Folge ließen sich photographische Aufnahmen von Hochzeits-feiern gleichermaßen wie von Sterbebildchen verwerten, wenn auch besondersaussagekräftig die Gouache- und Buntkreidearbeiten von E. Tony Angerer,dem Staatspreisträger 1917, aus den zwanziger und dreißiger Jahren unseresJahrhunderts sind 18), in denen er sich intensiv mit den Salzburger Trachten
15) Z. B. Lorenz Hübner, Beschreibung des Erzstiftes und Reichsfürsten-tumes Salzburg in Hinsicht auf Topographie u. Statistik. Salzburg 1796, 3 Bd. Vgl.Literaturverzeichnis. In: Christian Brandstätter, Franz Hubmann,Rudolf Bayr, Rudolf Hradil, Michael Martischnig. Salzburg, Stadt undLand. Wien, Molden Edition 1978, 171–172. Gleichermaßen zahlreiche Hinweisetrachtenkundlicher Art geben mehrere Kleiderordnungen des erzbischöflichenLandesherrn, bereits durchgearbeitete Verlassenschaftsinventare sowie die Hand-werksordnungen der Schneiderzünfte( sh. Franz von Lospichl, Das ehrsameHandwerk der Schneider in Salzburg. Eine Chronik seiner Zunft von den ältestenZeugnissen bis zum Ende der Zünfte um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Salzburg1975, 142 S., Abb.)
16) Vgl. etwa den Abbildungsteil von Ilka Peter, Salzburger Tänze.Salzburg, Verlag Winter, 1975, 158-184.
17) ,, Prof. Kulstrunk trug zusammen, was immer sich an ursprünglicherTracht finden ließ, hielt in zahllosen Skizzen fest, was er gesehen hatte, kopierteDetails aus Votivbildern, alten Stichen und Gemälden und sammelte ausGerichtsakten, Verlassenschaftsinventarien und Zunftdokumenten ein komplettesGlossar historischer Bezeichnungen für Trachten und Zubehör. Alte SalzburgerTrachten sind in seinen Aufzeichnungen bis ins kleinste Detail, bis zu Knöpfen,Borten, Schuhen und Hauben nach Herkunft und Zeit beschrieben"( Das Lebens-werk eines Trachtenforschers, Salzburger Nachrichten, 33. Jg., Salzburg,3. 2. 1977, 8).
18) Franz Karl Ginzkey, Salzburg, sein Volk und seine Trachten. Mitkünstlerischen Abbildungen von E. Tony Angerer. Wien, Verlag Österrei-chische Kunst, 1934, 24 S., Abb. Als Neuestes: Friederike Prodinger,Salzburg Mensch und Landschaft. E. T. Angerer- Trachtenporträts,Maler des 19. Jahrhunderts, Landschaften und Porträts. 49. Sonderausstellung desSbg. Museums Carolino- Augusteum. Salzburg 1969, 2 Bll., hektogr.
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