Jahrgang 
84 (1981) / N.S. 35
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Beispiele steirischer Märchenvarianten

Von Karl Haiding

Dr. Anni Gamerith zur Vollendung ihres 75. Lebensjahres

Mit der von mir besorgten 5. Auflage der durch Viktor vonGeram berstmals 1941 herausgegebenen Kinder- und Hausmärchenaus der Steiermark") hat diese Auswahl unter Beibehaltung seitherhistorisch gewordener Textbearbeitungen ihre bleibende Gestalt erhal-ten. Von den 40 Geschichten der 3. Auflage( 1948) konnte ich dank derseit 1946 durchgeführten Feld- und Archivforschung²) insgesamt 12durch geeignetere ersetzen³). Dadurch tragen bisher nicht vertreteneLandschaften und Märchentypen sowie die Anmerkungen dazu bei,auch für die Steiermark die einstige Verbreitung und Vielfalt mündlicherMärchenüberlieferung wenigstens anzudeuten.

Ergänzend zu dem Märchenbande soll von jetzt ab in kürzeren Ab-handlungen ein Teil der bisher noch nicht veröffentlichten Märchen-funde bekannt gemacht und kurz besprochen werden. Den Anfang habeich mit dem Beitrage zur Festschrift Fritz Posch ,, Volksmärchen inmündlicher Überlieferung und schriftlicher Wiedergabe gemacht, in

1) Viktor von Geramb, Kinder- und Hausmärchen aus der Steiermark,1. Aufl. Graz 1941; 4. Aufl. bearbeitet von Karl Haiding, Graz 1967. Die un-echten oder zu stark überarbeiteten( insges. 12) Geschichten früherer Auflagen sindausgeschieden, die Anmerkungen völlig überarbeitet. 5. Aufl. 1980 um 4 Stückvermehrt. Im folgenden angeführt als Geramb- Haiding.

2) Siehe dazu Geramb- Haiding, 5. Aufl. S. 249-258( Nachwort zur4. Aufl.) und Anmerkungen S. 261–289.

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3) Von mir eingefügt sind die Nr. 3, 4, 5, 10, 24, 27, 33, 34, 37, 38, 39 und 40.