rakteristik, Bautechniken, Bautenauswahl). Ebenso stellt István Páll das erste Freilicht-museum Ost- Ungarns in Sóstó mit Beispielen und einem Übersichtsplan vor. JewzyCzajkowski bietet ferner eine interessante Übersicht der Freilichtmuseen Japans, es sindimmerhin 14 solche mit einer Karte angeführt, von denen Hisatsugo Sugimoto das,, Freilichtmuseum altjapanischer Bauernhäuser" in Toyonaka City mit seinen verschie-denen Objektgruppen im Detail vorstellt. Der Band vermittelt also neben diesemseltenen Hinweis auf die einschlägigen Museumsverhältnisse in Japan besonders für dasöstliche Mitteleuropa( Polen vor allem und Ungarn) überaus wertvolle Informationenund bietet zugleich eine sehr lesenswerte Diskussion zu den spezifischen Problemen derMuseologie in Freilichtmuseen überhaupt.
Oskar Moser
Vernacular Architecture, edit. by Barbara Hutton, 22 Clifton Green, York, vol. 9( 1978)-11( 1980), je 40 bzw. 48 Seiten, zahlreiche Risse, Zeichnungen, Dia-gramme, Baulisten und Karten.
Die 1970 begründete und von Barbara Hutton, York, mit großer Umsicht betreuteenglische Zeitschrift für Hausforschung scheint sich- neben einem umfassenden undbedeutungsvollen, merklich anwachsenden nationalen Fachschrifttum- in dieser Sparteimmer mehr zu einem führenden Organ der Bau- und Hausforschung in Westeuropaüberhaupt zu entwickeln, das jüngst sein erstes Dezennium des Bestandes vollendenkonnte. An die von uns bereits angezeigtes ersten acht Hefte¹) schließen nun drei weiterean, in denen wieder eine Reihe von gewichtigen Beiträgen zum Hausbau auf denbritischen Inseln wie auch in Frankreich enthalten sind. Der streng sachliche unddokumentarische Charakter ist hier eher noch verstärkt und baufachlich durch vortreffli-che Gesamt- und Detaildarstellungen, Diagramme und Kartogramme, Auflistungen und,, tree- lists" zu dendrochronologisch untersuchten Denkmal- Serien gestützt. Vielleichtsollte man nur die besonders wichtigen, zusammenfassenden regionalen Übersichtsdar-stellungen durch Sachskizzen etwa von behandelten Dachgerüsttypen für jene Leserergänzen, die mit der englischen Fachterminologie nicht hinreichend vertraut sind.
Wir finden also wieder eine Reihe von solchen Zusammenfassungen und besondersdankenswerten Übersichtsdarstellungen, die zuvörderst die Baugerüst-, Gefüge- undDachwerkforschung in England und Frankreich betreffen und die für die vergleichendeHausforschung nicht nur in Westeuropa weiterhin von wessentlicher Bedeutung seinwerden. So bringen( Heft 9: S. 3-9) Alan Gaily und Desmond McCourt eineZusammenstellung von 45 historischen Cruck- Bauten aus Nordirland mit näherenTypenanalysen und ergänzen damit den bekannten Katalog der Cruck- Bauten Englandsvon N. W. Alcock aus der V. A. G.2). Besonders dankbar wird man ferner für diezusammenfassende Darstellung sein, die Dr. Gwyn I. Meirion- Jones, offenbar imAnschluß an seine nicht veröffentlichte Londoner Dissertation( 1977) über die ländli-
¹) Siehe ÖZV. XXXIII/ 82( 1979), S. 131–133.
2) N. W. Alcock, A catalogue of Cruck Buildings, London and Chichester( 1973).
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