Jahrgang 
84 (1981) / N.S. 35
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cher und Binder. Leider fehlt ein Register, so daß ein schnelles Nachschlagen unmöglichist. Doch wird sich der Fachmann auch so rasch zurechtfinden, wenn er die etwasdurcheinandergehende Systematik" des unscheinbaren, aber inhaltsschweren Bänd-chens einigermaßen erfaßt hat.

Helmut Sperber

Helmut Prasch, Fischweidam Millstätter See. Eine Handreichung zum 1. Kärnt-ner Fischerei- Museum im Hause Brugger aus dem Jahre 1638 in Seeboden. Spittalan der Drau o. J.( 1980).( Selbstverlag des Bezirksheimatmuseums Spittal an derDrau.) 64 S., 51 Abb.( 12 Zeichn., 39 Fotos), davon 34 auf 24 Taf., ÖS 60,-.

Neuere volkskundliche Literatur über den Fischfang und seine Geräte ist äußerstrar( vgl. Besprechung von Leopold Schmidt, 1855-1980, Im Dienste der bayerischenFischerei, 125 Jahre Landesfischereiverband Bayern, hrsg. v. Günter Keiz und BrunoLang, München 1980, in: ÖZV XXXIV/ 83( 1980), S. 276-277). In dem zur Eröffnungdes Fischereimuseums in Seeboden am Millstätter See( als Zweigstelle des SpittalerBezirksheimatmuseums) am 15. Juni 1980 herausgegebenen schmalen Bändchen,, Fischweid am Millstätter See" werden einige Aspekte der Kärntner Fischerei wieFischfang( Lustfischerei, S. 40-43; Eisfischerei, S. 43) und Fisch( erei) geräte( S. 13-20,34-39, 46-57), Fischzubereitung und-konservierung( S. 22, 24-26) einigermaßengründlich behandelt, während andere Artikel bedauerlicherweise entweder zu seicht( z. B. ,, Nixen und Wassermänner; Sagen und Geschichten") oder zu kurz( ,, Fisch-Handel mit ganzen 4 Zeilen!) geraten sind und deshalb besser unterblieben wären. Fürein Register ist die Publikation wohl zu klein, doch hätte man sich ersatzweise dann eineübersichtlichere Gliederung gewünscht. Als Einführung in die Fischerei des KärntnerLandes ist die handliche Schrift auf jeden Fall aber zu empfehlen.

Helmut Sperber

Dietz- Rüdiger Moser, Lazarus Strohmanus Jülich. Ein christlicher Volksbrauchzur Lehre von der satisfactio vicaria. Zweite, erweiterte Auflage, Jülich 1980.S. 92, 36 Abb. auf Tafeln, 2 Abb. im Text, 3 Diagramme, 2 Verbreitungskarten,1 Notenbeispiel.

Die zweite, erweiterte Auflage der 1975 zum erstenmal erschienenen Broschüresetzt sich vor allem detailliert mit der neuen Brauchdeutung durch E. Fuchs¹)auseinander und berücksichtigt die neuen Belege, die A. Wacke 2) in Ergänzung derBrauchmonographie zum Prellen durch L. Schmidt³), beigesteuert hat. Neu sind auch

¹) E. Fuchs, Lazarus Strohmanus und die Rur. Ein Beitrag zum JülicherKarnevalsbrauch.( Jahrbuch des Jülicher Geschichtsvereins 1978, 38-54.)

2) A. Wacke, Eine Nachlese zum Volksbrauch des Prellens.( ÖsterreichischeZeitschrift für Volkskunde XXXII/ 82 1979, 151–166.)

3) L. Schmidt, Jagglschutzen und Fuchsprellen. Zur Bezeugungsgeschichteeines Brauchelements.( Österreichische Zeitschrift für Volkskunde XXII/ 71 1968,1-68.)

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