seums" einmal eindringlicher beschäftigen müssen, als dies bis jetzt geschehen ist. Siehtman vom problematischen, vielfach doch neu zu definierenden Begriff ,, Heimat" ab, sobleibt festzuhalten, daß nicht jedes Museum, welches sich nicht im Besitz von Bund oderLand befindet, Heimatmuseum genannt werden kann. Welchen Typ kann bzw. soll mandann so bezeichnen? Soll man überhaupt ein Museum so nennen? Reichen ,, neutrale"Namen wie Landschafts-, Bezirks-, Ortsmuseum aus, um die verschiedenen Formen vonbestehenden Museen und Sammlungen zu kategorisieren? Und dann: Nicht jedeSammlung ist auch ein Museum, nicht jedes Museum verdient als solches angesprochenzu werden... Fragen über Fragen, die es ebenso zu klären gilt wie jene unbequeme nachder politischen Bedeutung von„ Heimat“ museen( welcher Art auch immer).
Ein eigentliches ,, Ergebnis" hat die Tagung nicht erbracht. Ein solches- und das istdurchaus positiv war ja auch nie geplant: Man wollte vielmehr die Diskussion inSchwung bringen, die Probleme der Heimatmuseen hinterfragen, die Frage der Heimat-museen problematisieren. Daß dies erstmals in größerem Rahmen geschehen ist, dafürsei den Veranstaltern, insbesondere Frau Dr. Acker, aufrichtig gedankt.
Olaf Bockhorn
Erstes Kärntner Fischereimuseum eröffnet
Unter Teilnahme von vielen Persönlichkeiten, sehr beachtet von Einheimischenund Fremden, wurde am Seeausfluß am 15. Juni 1980 in dem seit 1638 bestehendenFischerhaus Brugger das erste Kärnter Fischereimuseum eröffnet. Im Land der vielenSeen sei dies rühmlich, betonte der Präsident des Fördererverbandes, Altbgm. HansHatz, in seiner Begrüßungsansprache. Das Bezirksmuseum Spittal verdanke diese,, Filiale" der Schenkung des Areals durch Frau Baronin Klinger- Klingerstorff, so daßnach der Idee von Prof. Helmut Prasch mit seinen Mitarbeitern und der Hilfe vielerStifter eine schöne volkskundliche Einrichtung geschaffen werden konnte, die zumMillstätter See und der seit Jahrhunderten bekannten Lachsfischerei gehört. Dazu ist dasWerk ohne jegliche Subvention gelungen. Schon äußerlich ist das Fischerhaus mit seinemDoppelschopf ein Schmuckstück. Neben Rauchküche, Lachsselche, der SeebodnerHeimatstube und dem Wappenraum ebenerdig ebenso ansprechend am ,, Mauf"( Oben-auf), wo in fünf Abteilungen das Raub-, Lust- und Erwerbsfischen mit vielerlei Geräten,Netzen, Photomontagen von Fischzügen, kapitalen Huchen-, Waller-, Aal-, Hecht- undLachsköpfen gezeigt wird. Selbstverständlich sieht man die Einrichtungen des Ablaichensund der Fischzucht, aber auch Einbäume aus dem Weißensee, das Faltboot ,, Seeadler"der Erstbefahrung der Mur, Enns, Eisack und Lieser. Natürlich ist auch an denWintersport am See gedacht, an das Schwimmenlernen mit dem Schwimmbrett usw. EineAbteilung ist der Wasserrettung mit Gummianzügen, künstlichen Lungen, Preẞluftfla-schen, Bergemagneten gewidmet und eine weitere dem Unterwassersport, dem Harpu-nieren, Orientierungstauchen, Filmen und Photographieren. Dies ergab sich, weil derUW- Sportler( Unterwassersportler) Axel Huber- ein Seebodner- selbst in derMannschaft des EKUS( Erster Knt. Unterwasser- Sportverein) an den Wettkämpfen inKuba, Moskau, Monaco, Prag usw. teilnahm. Allein die Werkzeuge der SportlerHabenicht, Zelsacher, Seebacher, Ing. Medlitsch und Ing. Mitzneggssind als Eigenkonstruktionen Raritäten des UWS. Auch eine„ Katz“ für das Auffinden
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