Jahrgang 
84 (1981) / N.S. 35
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ten der Wikingerkunst wie den Einfluß der europäischen Romanik erkennen läßt. DasKonstruktionsprinzip der Stabkirchen beruht im Gegensatz zum Blockbau auf einemSystem von mächtigen senkrechten Säulen( ,, Stäben). Zusätzliche Pultdächer, Arkaden,Dachreiter und Drachenköpfe prägen die Silhouette der bretterverschalten Stabkirchen.

Wenn man bedenkt, daß von den rund 1.000 Stabkirchen um das Jahr 1300 nurmehr an die 30 übrigblieben, gewinnt diese Photodokumentation auch unter demGesichtspunkt der Denkmalpflege einen wichtigen Stellenwert. Durch Jahrhundertewaren die Stabkirchen nämlich unbeachtet und dem Verfall preisgegeben. Erst der MalerJohan Christian Clausen Dahl entriß sie durch seine Publikation und den 1844gegründeten ,, Verein zur Erhaltung der norwegischen Kulturdenkmale der völligenVernichtung. Zwar mußten etliche Kirchen den Standort wechseln, von manchen bliebennur mehr Reste in den staatlichen Sammlungen übrig. Ohne die Initiative des Vereinesgäbe es heute wohl keine Stabkirche in Norwegen.

Franz Grieshofer

Heimatmuseen in Österreich und ihre Probleme

Unter diesem Titel veranstaltete das Referat ,, Salzburger Heimatpflege"( Leiter:Harald Dengg) der Kulturabteilung im Amt der Salzburger Landesregierung am 14.und 15. Mai 1981 im Kaisersaal der Salzburger Residenz eine Arbeitstagung. Organisa-tion und Leitung lagen in den Händen von Frau Dr. Rotraut Acker, im obgenanntenReferat für die Belange der Salzburger Heimatmuseen zuständig. Eingeladen warenVertreter der Kulturabteilungen der Länder( welche auch die Entsendungskostentrugen), der Museen, der Universitäten, aber auch Fachleute aus dem benachbartenAusland. Die Zahl der Teilnehmer( mehr als vierzig, wobei alle neun Bundesländervertreten waren) bewies die Aktualität des Themas; ebenso wie die regen, anspruchsvol-len Diskussionen( denen schon von der Planung des Tagungsablaufes her viel Zeiteingeräumt wurde), welche den kurzen, durchwegs informativen und problemorientier-ten Referaten folgten.

HR Dr. Peter Krön, Leiter der Kulturabteilung des Amtes der SalzburgerLandesregierung, begrüßte namens der Veranstalter die Teilnehmer, voran Herrn Dir.Dr. Klaus Beitl als Vertreter von Frau Bundesminister für Wissenschaft und Forschung,Dr. Hertha Firnberg. Die Eröffnung nahm dann der ressortzuständige Landesrat, Dr.Sepp Baumgartner, vor, welcher sich ebenso zur Förderung der Heimatmuseenbekannte wie nach ihm der Salzburger Landeshauptmann- Stellvertreter Dr. HerbertMoritz in seinem Eröffnungsreferat ,, Heimatmuseen und Kulturpolitik. Über Stand,Aufgaben und Probleme dieser Museen( der Name Heimatmuseum wurde alsArbeitsbegriff vorerst einmal beibehalten) berichteten sodann:

Hans Lunzer, Eisenstadt( Volksbildungswerk für das Burgenland): ,, Heimatmu-seen im Burgenland";

Elmar Vonbank, Bregenz( Direktor des Vorarlberger Landesmuseums):, Hei-matmuseen in Vorarlberg";

Liselotte Perkmann, Graz( Rechtsabteilung 6 des Amtes der SteiermärkischenLandesregierung) und Friedrich Waidacher, Graz( Direktor des SteiermärkischenLandesmuseums Joanneum): ,, Steirische Heimatmuseen 1981";

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