Jahrgang 
84 (1981) / N.S. 35
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5. Allfälliges

Es wurde der Generalversammlung vom Vereinsvorstand mitgeteilt, daß Univ.-Assistent Dr. Olaf Bockhorn auf Grund einer mit dem Österreichischen Fachverbandfür Volkskunde getroffenen Vereinbarung als in Wien ansässiger Delegierter dieserBerufsvereinigung in den Ausschuß des Vereins für Volkskunde kooptiert worden ist.Der Generalsekretär des Vereins für Volkskunde, Direktor Dr. Klaus Beitl, wurdeseinerseits als Vertreter des Vereins für Volkskunde in Wien als Beirat in dasLeitungsgremium des Fachverbandes gewählt.

Weiters lag keine Wortmeldung zu diesem Tagesordnungspunkt vor.

Zum wissenschaftlichen Vortrag im Anschluß an die Ordentliche Generalver-sammlung war der Generaldirektor des Bayerischen Nationalmuseums in München,Dr. Lenz Kriss- Rettenbeck, eingeladen worden. ,, Volkskunde oder...? Selbst-aufgabe oder Neugestaltung hieß das Thema. Die Frage lautete, ob in der problemati-schen Selbstdarstellung der Volkskunde in den letzten fünfzehn Jahren, die einvielschichtiges und vielfältiges Bild zeigt, ein vernünftiger Kern oder das Symptom einerpolitischen problematischen Kultur steckt. Anhand von traditionellen Grundbegriffendes Faches Volkskunde wurde diesen Fragen im Anschluß an den jüngsten Aufsatz vonLeopold Schmidt, Volkskunde in der Gegenwart( ÖZV XXXIV/ 83, 1980)nachgegangen.

Den durch lebhafte Diskussion noch sehr angeregten, aber harmonischen Ausklangfand die Ordentliche Generalversammlung 1981 in der geselligen Zusammenkunft alleranwesenden Mitglieder und Freunde des Vereins für Volkskunde in den Räumen derSammlung Religiöse Volkskunde des Österreichischen Museums für Volkskunde inWien.

Klaus Beitl

Schloßmuseum Gobelsburg

Sonderausstellung 1981: Die Stabkirchen Norwegens

Im Konzept des Österreichischen Museums für Volkskunde in Wien nimmt dieAußenstelle auf Schloß Gobelsburg eine wichtige Stellung ein. Die prunkvollen Räumeim Weingut des Stiftes Zwettl bieten einen stilvollen Rahmen für die Präsentation derreichen Sammlungen an altösterreichischer Volksmajolika, an Bauernmöbeln undvolkstümlichem Glas. Darüber hinaus wird die ständige Schausammlung jeden Sommerdurch eine Sonderausstellung ergänzt, in der einzelne Kulturlandschaften zur Darstellunggelangen.

1981 ist den Stabkirchen Norwegens gewidmet. Diese Ausstellung, die bereits inmehreren europäischen Ländern zu sehen war, kann dank der Vermittlung und derZusammenarbeit mit der Königlichen Norwegischen Botschaft in Wien nun auch inÖsterreich gezeigt werden. Die schönen Farbbilder geben Einblick in die hohe Kunst dermittelalterlichen Holzbautechnik Skandinaviens, die das Weiterleben von Formelemen-

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