gen" bis zu„, Gambrinus“,„ Alm“,„ Tracht“,„ Jäger“,„ Jagdsymbolik“ bis zu den,, Obszönen Anspielungen“ und den„ Klerikalen Scherzen". Auch kleine Raritäten sinddarunter wie das Selbstporträt des Porzellan- Mustermalers Johann Biedermann, um1900. Man ist dankbar für den reichen Stoff und muß sich freilich die Bildchen selbstweiterinterpretieren.
Leopold Schmidt
Irmgard Gierl, Schöne alte Stickereien. Mustertücher und bäuerliche Motive.128 Seiten, 8 Farbtafeln, 8 Schwarzweiß- Tafeln. Druck der Muster in Buntfarbe.Rosenheim 1980, Rosenheimer Verlagshaus Alfred Förg. DM 36,-.
Jahrzehntelang haben die Museen Stickmustertücher gesammelt, aber kaumveröffentlicht. In den letzten Jahrzehnten haben Vertreterinnen einer neuen Generationverhältnismäßig viel an Stickmusterbüchern und-Heften herausgebracht, nicht zuletztauch in Bayern. Hier schließt das schön gemachte Buch von Irmgard Gierl an, dasMaterial aus verschiedenen Museen, vor allem aus dem Bayerischen Nationalmuseum,verwertet, aber aus dem Germanischen Nationalmuseum sowie aus Museen vonWestfriesland über Athen bis Palästina. Frau Gierl gibt nach einer knappen Einleitungüber die Geschichte des Kreuzstichmusters eine reiche Auswahl der schön rot auf weißgedruckten Muster, wie sie ja wohl seit dem 16. Jahrhundert vor allem durch gedruckteMusterbücher verbreitet wurden. Ein gewisses Gewicht ist auf die„, Anwendung" gelegt,man sieht also Tischdecken, Mustertücher usw.„, nach alten Motiven" und bekommt( S. 25 ff.) auch eine Anleitung zum„ Sticken eines Mustertuches". Das Buch ist alsoweniger für den wissenschaftlichen Gebrauch als für die Verwendung durch Handarbeits-lehrerinnen usw. gedacht, was nicht besagt, daß man sich nicht vor allem in den Museenmanchmal solcher schön gedruckter Beispiele bedienen mag.
Leopold Schmidt
Peter Assion( Hrsg.), 650 Jahre Wallfahrt Walldürn. Mit Beiträgen vonFriedhelm Jürgensmeier, August Gramlich, Theodor Wick und PeterAssion. 132 Seiten mit zahlr. Abb., Karlsruhe 1980, Badenia Verlag.
Angesichts des mächtigen Bandes über die Walldürn- Wallfahrt, den WolfgangBrückner 1958 vorlegen konnte, hätte man meinen mögen, es könnten höchstens mehrgelegentliche Nachträge erscheinen. Aber der Termin des 650- Jahr- Jubiläums hat dochden Anlaß geboten, einen schönen, auch vorzüglich illustrierten Band vorzulegen,begreiflicherweise von dem mit Walldürn besonders eng verbundenen Leiter derBadischen Landesstelle von Volkskunde Peter Assion herausgegeben und weitgehendauch selbst verfaßt. Seinem Hauptbeitrag über„ Fakten- Texte- Bildzeugnisse" zudieser bemerkenswerten Heiligenblut- Wallfahrt schließen sich die Beiträge von Jür-gensmeier über den Würzburger Bischof Lothar Franz von Schönborn als Verehrerdes Heiligen Blutes von Walldürn, von Gramlich über die Walldürner Pfarrer undWallfahrtsseelsorger in sieben Jahrhunderten ebenso wie von demselben Verfasser überdie nunmehr die Wallfahrt pflegenden Augustiner in Walldürn an sowie die Erinnerun-gen an das Wallfahrtsjubiläum von 1930 von Theodor Wick. Dazu paßt das auf den Tagbezogene Programm der Jubiläumswallfahrt 1980.
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