Jahrgang 
84 (1981) / N.S. 35
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schönen Truhen. Ein köstlicher Sonderbeitrag ist der Vortrag Zum Badewesen inbyzantinischen Klöstern von Herbert Hunger mit seinen überraschenden Einblickenin die Klosterkultur des Ostens.

Der Band ist also auch für die vielfach angesprochene Volkskunde sehr wertvoll.Man wird leider die Bilder nicht sehr gut reproduziert finden, und vermißt vor allem einRegister. So etwas sollte gerade bei einer Institutsveröffentlichung doch eigentlich zuerstellen sein.

Leopold Schmidt

Landschaftliche Volkskunde- Darstellungen im Neudruck:

Als ,, Mohnkopf Reprints" sind im Verlag Wolfgang Weidlich in Frankfurt amMain Neudrucke von folgenden deutschen landschaftlichen Volkskunde- Darstellungenerschienen:

Will- Erich Peuckert, Schlesische Volkskunde. 272 Seiten, mit zahlreichen Abb.im Text und auf 16 Tafeln. Originalausgabe Heidelberg 1928. DM 45,-

Emil Lehmann, Sudetendeutsche Volkskunde. 229 Seiten mit 38 Abb. auf 24Tafeln. Originalausgabe Heidelberg 1926. DM 45,-

Karl Brunner, Ostdeutsche Volkskunde. 279 Seiten mit 69 Abb. auf 32 Tafeln.Originalausgabe Heidelberg 1925. DM 45,-

Zu Ende der zwanziger Jahre unseres Jahrhunderts gründete Friedrich von derLeyen beim Verlag Quelle und Meyer eine Schriftenreihe mit dem Obertitel, DeutscheStämme- Deutsche Landschaften". Ein Teil der sonst in verschiedenen Verlagenerscheinenden landschaftlichen Volkskunde, die in jenen Jahren in rascher Folgeerschienen, konnte in diese Reihe aufgenommen werden. Sie sind wohl alle längstvergriffen, die besseren wie die weniger guten, die zeitgemäß gebundenen wie dieüberzeitlich wertvoll gebliebenen. Das Bonner Bundesministerium des Innern hat nundafür gesorgt, daß einige der guten ostdeutschen Volkskundedarstellungen, die sichjahrzehntelang bewährt haben, in vollständigen Neudrucken hübsch und zweckmäßigneu aufgelegt wurden. Die immer wieder heranzuziehenden Bände von Karl Brunnerund von Will- Erich Peuckert sind ohne Kommentar erschienen. Dem Band von EmilLehmann hat sein Sohn Ernst Lehmann ein kurzes Nachwort beigefügt, das auf dieBedeutung des Verfassers und seines Werkes eingeht.

Fachbibliotheken, die nicht im Besitz der Originalausgaben sein sollten, werden diegeglückten Neudrucke mit Gewinn einstellen, bei ihrer Benutzung aber sicherlich zubedenken geben, daß es sich um Bücher handelt, die eben mehr als ein halbesJahrhundert alt sind.

Leopold Schmidt

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