Das Randstück Abb. 3 ist der zweite Nachweis einer Reine( Pfanne) im Nordtiroler Bereich, den ersten gibt es aus dem Küchenab-fallhaufen vom Gasthaus Jodlbichl in Jochberg). Hier konnte auch anHand größerer Bruchstücke die Form eindeutig festgestellt werden,wofür das kleine Bruchstück vom Tiefenbrunner Grund nicht ausge-reicht hat. Es dürfte sich bei ihm um den Rest einer hohen Reine( Pfanne) handeln, die für das Backen von Rohrnudeln gedient hat. Füreinen Gasthausbetrieb wäre dies auch verständlich?). Ob diese Pfannenauch als Geschirr in der Küche von Großbauern verwendet wurden, istan Hand von Funden bis jetzt noch nicht festgestellt worden. Es dürfteaber kaum einen hinreichenden Grund geben, der gegen eine solcheVerwendung für die Verköstigung von bäuerlichen Hausgemeinschaf-ten spräche.
6) R. Pittioni, Der Küchenabfallhaufen beim Gasthof Jodlbichl in Jochberg,p. b. Kitzbühl, Tirol, ein weiteres Beispiel Tiroler Gasthausarchäologie, Öst. Zeitschr. f.Volkskunde, XXXIV/ 83, 1980, S. 141 f.
7) Nach J. Felmayer( Anm. 5) wird ein Brauereigasthof Tiefenbrunner 1693das erste Mal erwähnt, bis 1810 bleibt er im Besitz dieser Familie.
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