gleichschenkeliger Kreuzfüllung. Daneben auf dem Rand anscheinend Rest einergleichartigen Marke. Mdm. ca. 12 cm( Abb. 1).
Randstück eines kleineren Topfes. Schwarzgrauer, mit viel aufbereitetem Gra-phit gemagerter Ton, Oberfläche nicht geschlickert. Rand wulstig verdickt, mit deutlicherBugkante nach außen abgebogen. Mdm. ca. 15 cm( Abb. 2).
Aus dem Kröninger Töpferei- Bereich stammt:
Randstück einer Reine( Pfanne). Grauschwarzer, sehr feiner, kompakter Ton,Innenfläche einschließlich Rand graugrün glasiert, Glasur durch Hitze- Einwirkungkrakeliert. Senkrechte Wand mit verdicktem Rand, oben waagrecht abgeschnitten,Außenfläche kragenrandähnlich profiliert. Wand alt gebrochen und mit dickem Eisen-draht geflickt, davon das rechts der Bruchkante befindliche Flickloch mit durchgesteck-tem Draht noch erhalten, äußeres Drahtende niedergeklopft( Abb. 3).
Die beiden Randstücke Abb. 1 und 2 erweisen sich durch Formund Material als Erzeugnisse der Passauer Schwarzhafnerei, wobei dieMarke auf dem Stück Abb. 1 nur teilweise zu erkennen ist. Man wirdaber in Entsprechung zu den vielfach bekannten Vorkommen an die fürPassau kennzeichnende Kombination von gleichschenkeligem Kreuzmit darunter gestelltem Querbalken denken dürfen. Aus Kitzbühel gibtes bereits mehrere gute Belege für diese Markenform¹), die in gleicherAusfertigung auch aus Jochberg bei Kitzbühel bekannt ist²). Rand-stücke etwa gleichgroßer Töpfe mit nahezu identer Marke gibt es ausLofer- Faistau und St. Martin bei Lofer³). In dem reichen Bestand vonder Taverne Oberrain in Unken( Salzburg) 4) befindet sich gleichfallsein fast gleich großes Stück, das aber einen etwas mehr profiliertenRand aufweist. Man wird die beiden neuen Randstücke in die Zeit derersten Erwähnung eines Hausbesitzes von Vorderstadt 1 und 2 einesJacob Pabler( 1521) einreihen dürfen³).
1) R. Pittioni, Passauer Schwarzhafnerei in Österreich, ein Beitrag zumKeramikhandel des 15. bis 17. Jhdts., Mitteilungen d. Komm. f. Burgenforsch. u.Mittelalter- Archäologie, Öst. Akademie d. Wiss., phil.- hist. Kl., Anzeiger 114 1977Abb. 2/3 von Kitzbühel- Lebenberg, Haus Laucher. Zwei weitere Randstücke mitStempel von Kitzbühel- Vorderstadt 23( Ders., Keramisches Fundgut aus der StadtKitzbühel, Öst. Zeitschr. f. Volkskunde n. S. XXXI( 80) 1977 213 ff., Abb. 2/ 1-2).2) Anm. 1, 1977, Abb. 2/4.
3) A. a. O., Abb. 3/3, 4.
4) Ders., Spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Keramik von der TaverneOberrain, K. G. Unken, p. B. Zell am See, Land Salzburg, Archaeologia Austriaca 631979 83 ff., Abb. 4/4.
5) J. Felmayer, Die profane Baugeschichte der Stadt Kitzbühel, in StadtbuchKitzbühel III 1970 10 ff., bes. 26 ff.
42