Zur neuesten Folge 13/14 notieren wir einige Versehen bzw. Irrtümer: Nr. 754:Die„ Knappenstube", die Günther( nicht: Otto, wie es fälschlich schon in derVorlage steht!) Biermann behandelt, ist kein Innenraum, sondern ein Hutmann-haus für die Belegschaft der Bergleute. Die Verfasser der Nummern 143 und496 sind nicht identisch, wie das Autorenregister S. 239, sub Koren, anzeigt.Nr. 164: Matičetov statt Mitičetov; Nr. 622: Warmbad statt Warmbach; Nr. 626:liberal statt lieberal. Nr. 1076: die Quellenangabe ist nicht eindeutig.
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Die Volkskunde in Österreich hat immer wieder bewiesen, daß sie für wichtigeund unerläßliche Aufgaben eine erstaunliche Opferbereitschaft und große Bürdeneiner entsagungsvollen, äußerlich wenig bedankten Arbeitslast auf sich zu nehmenbereit und fähig ist. Das gilt wohl auch in diesem Falle und muß vor allem demHauptherausgeber und seinen Helfern allen in verpflichtender Dankbarkeit atte-stiert werden. Nach wie vor sind beide Bände dank der geduldigen Umsicht vonMargarete Bischoff mit dem so wichtigen Verzeichnis der Zeitschriften und na-mentlich mit den notwendigen Registern für Autoren- und Personennamen fürdie, nach Ländern gekennzeichneten Orte und für die Sachen erschlossen. Das er-gibt weiterhin ein vorzügliches und vielseitig brauchbares Instrument der geistigenArbeit nicht bloß für den Volkskundler, mehr vermutlich noch für den fachfrem-den Suchenden, den Bibliothekar und den Ausländer. Beim Durchblättern schonzeigt sich für den mit dem Fach näher Vertrauten andererseits ein erster und un-trüglicher Einblick auch in die gegenwärtige Entwicklung des Faches. So möchteman es beispielsweise bedauern, daß sich der Schrumpfungsprozeß auf manchenGebieten der Volksdichtung( Abschnitte XV bis XXII) weiter fortsetzt. Gibt es inÖsterreich, das auf diesem Gebiet einmal so führend war, wirklich keine volks-kundlich interessierten Germanisten mehr? Wo bleiben die Kollegen, die sich fürdie literarische Volkskunde, für Volksbuch, Trivialschriften und Massenliteratur,für Reim und Spruch, für das schöne, eigentlich sehr moderne Gebiet der Rätselund des Quiz, für Sprichwort und Redensart, für die Formeln bei Gruß und Anre-de interessieren! Auch solche Einsichten und Prognosen der künftigen Entwick-lung entnimmt man erst der Österreichischen volkskundlichen Bibliographie, undauch dafür gebührt ihr aller Dank.
Oskar Moser
Volkskundliches aus Italien. Katalog zur gleichnamigen Sonderausstellung desÖsterreichischen Museums für Volkskunde im Schloßmuseum Gobelburg. Aus-stellung: Klaus Beitl, Franz Grieshofer, Gudrun Hempel. Katalog: GudrunHempel. Wien, Selbstverlag des ÖMV, 1982. 66 Seiten, 1 Titelbild, 1 Karte.ISBN 3-900359-14-3.
Was sich hinter der Leitlinienbezeichnung„ Zentralmuseum und Museumsde-zentralisierung“ als Programm verbirgt, bedeutet nichts anderes als ein von Leo-pold Schmidt eingeleitetes, von Klaus Beitl kräftig weitergetriebenes Konzeptzeitgemäßer Museumspraxis zu erheblich vergrößertem, nicht nur ästhetisch be-friedigendem, sondern auch„ pädagogisch“ modernem, und das heißt wieder: wis-senschaftlich vertieftem Anbot an das in steigendem Maße nicht nur ausflugsfreu-dige, sondern zunehmend auch„, bildungsbeflissene“, jedenfalls am Dargebotenenauch wirklich interessierte Publikum immer breiterer Schichten unserer keines-wegs nivellierten Gesellschaft, in der gottlob! die Kultursnobs der sich
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