Jahrgang 
85 (1982) / N.S. 36
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zu verwirklichen vermochte und heute, als Erster Präsident des SteiermärkischenLandtages immer noch aktiv tätig, auf eine reiche Ernte seines Wirkens zurück-schauen kann. Nach der Promotion durch den Prorektor, Prof. Dr. FriedrichHausmann, unterstrich der Jubilar, dessen Erstpromotion eben vor 50 Jahrenerfolgt war, seine Verbundenheit mit der Alma mater Graecensis, würdigte undwog seine Wissenschaft der Volkskunde im Vergleich mit den Aufgaben undMöglichkeiten des Kulturpolitikers und unterstrich für beides die Notwendigkeit,den Menschen immer und unmittelbar nahezubleiben und daraus Kraft für densteilen Weg unserer Zukunft zu schöpfen.

Oskar Moser

Univ.- Prof. Dr. Oskar Moser

Mitglied der ÖsterreichischenAkademie der Wissenschaften

In ihrer Wahlsitzung vom 25. Mai 1982 hat die Österreichische Akademie derWissenschaften Univ.- Prof. Dr. Oskar Moser, Vorstand des Institutes für Volks-kunde der Karl- Franzens- Universität Graz, zum korrespondierenden Mitglied derphilosoph.- historischen Klasse gewählt. Professor Moser war 1961-1972 Bundes-staatlicher Volksbildungsreferent für Kärnten und ist durch seine vielfältigen For-schungen insbesondere auf dem Gebiet der Volkskunde Kärntens, wo er sich vorallem auch jahrzehntelang als Museologe verdient gemacht hat, und neuerdingsmit Arbeiten zur Volkskunde Österreichs und zur vergleichenden VolkskundeZentraleuropas hervorgetreten. Seine Wahl in das höchste wissenschaftliche Gre-mium Österreichs bedeutet eine verdiente Auszeichnung für lange Jahrzehnteselbstloser und hingebungsvoller Arbeit in seinem Fach und für Kärnten. In Nach-folge von wirkl. Hofrat Univ.- Prof. Dr. Leopold Schmidt, dem verewigten Grün-der und langjährigen Obmann des Kuratoriums des Instituts für Gegenwartsvolks-kunde der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, wurde Univ.- Prof.Dr. Oskar Moser in der Gesamtsitzung der Österreichischen Akademie der Wis-senschaften von 1982 zum neuen Obmann des genannten Institutskuratoriums be-stellt.

Klaus Beitl

In memoriam Robert Wildhaber( 3. August 1902-16. Juli 1982)

In schweren Sensenschwüngen riẞ der Tod im letztvergangenen Halbjahr soviele bedeutende deutschsprachige Volkskundler dahin. Es hatte mit LeopoldSchmidt begonnen. Der bittere Verlust an wirklichen Persönlichkeiten, die- jedeauf ihre besondere Weise- unser Fach zwischen den beiden Weltkriegen und soganz besonders nachher im schwierigen, nicht nur grenzbehinderten Wiederauf-bau geprägt hatten, setzt sich fort: es verließen uns Johannes Künzig in Freiburgi. B., Evel Gasparini, der einer Vergleichenden Volkskunde so offene Slawist zuPadua; Richard Beitl in Schruns/ Vorarlberg; nunmehr auch Robert Wildhaber zuBasel. Ihn traf nach den Überanstrengungen einer hochsommerlichen ČSSR- Rei-se zu einer Preisverteilung an eine mährische Folklore- Gruppe in Brünn/ Brno zu

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