Lebenslauf von Richard Beitl
Verfaẞt von Richard Beitl( 1952)mit Nachträgen von Klaus Beitl
14. Mai 1900 geboren in Schruns im Montafon. Der Großvaterwar Forstwart des Stiftes Admont( Steiermark). Der Vater, JosefBeitl, geboren in Gstatt, erlernte nach verschiedenen anderenLehren das Scheiderhandwerk und kam als wandernder Hand-werksmann ins Montafon, wo ihn die Schönheit der Bergweltzum Bleiben bewog. Er darf als einer der Pioniere des Bergstei-gens und des alpinen Schilaufs im Montafon bezeichnet werden.Schon früh stellte er sein Geschäft auf die Herstellung und denExport von„ Tiroler Wettermänteln“ um. Meine Mutter, Katha-rina Beitl, geb. Erlacher, stammte vom„ Reitererhof“ auf demTulfeserberg über Hall in Tirol, der noch heute in der alten Formbesteht und von Verwandten bewirtschaftet wird.
Bis 1912 besuchte ich die Volksschule in Schruns. Meine Leh-rer waren vor allem Johann Wiederin und Gottfried Heinzle. Ob-wohl ich nicht das besaß, was man eine glückliche Jugend nennt,denke ich gerne an diese Zeit.
1912-1920 war ich Zögling des Jesuitenkollegs Stella Matutinain Feldkirch. Schulleiter Johann Wiederin hatte meinem Vaterempfohlen, mich studieren zu lassen. In der Stella hatte ich lauterglückliche Jahre. Ich spielte 1. Flügelhorn im Blech, sang Baritonim Chor der Kirche, erhielt Rollen im Theater, zuletzt den Cae-sar in Shakespeares Drama, war mit dem Schweizer von Stockal-per zusammen durch Jahre Obmann der Akademie( Sonntags-
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