Jahrgang 
85 (1982) / N.S. 36
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nen Arbeiten Cammanns

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Westpreußische Märchen, Berlin 1961; Deutsche

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Volksmärchen aus Rußland und Rumänien, Göttingen 1967; Märchenwelt desPreußenlandes, Schloß Bleckede/ Elbe solche Register erstellt hat; vgl.: Jahr-buch für ostdeutsche Volkskunde, Bd. 24, 1981, Marburg 1981, S. 295 ff.). EinBildteil dokumentarischen Charakters beschließt den Band.

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Die vorgelegten karpatendeutschen Volkserzählungen aus der Slowakei sollenwohlganz im Sinne Cammanns- für die aus dieser Region Stammenden sowiefür deren Nachfahren so etwas wie ein Lesebuch werden. Der weiterführendenErzählforschung stellt sich nunmehr die Aufgabe( und auch das entspricht den In-tentionen des Autors), in künftigen Arbeiten auch die slowakischen Erzählungenvergleichend einzubeziehen.Olaf Bockhorn, Wien

Claude Lecouteux, Mélusine et le Chevalier au Cygne. Payot, Paris 1982,200 S.

Das auch mit Abbildungen gut ausgestattete Werk ist in der gleichen Reihe er-schienen, der wir bereits einige Bücher mit volkskundlich interessanten Themenverdanken: Le regard de l'histoire." Lecouteux ist ein vorzüglicher Kenner dergermanistischen Mythologie und in Germanistenkreisen kein Fremder. Der vor-liegende Band berücksichtigt auch die deutschen Ableger des Mélusinen- StoffesSeifrid von Ardemont, die Staufenberger Sage und anderes-, doch liegt derAkzent der Untersuchung bei den galloromanischen und keltischen Quellen.Lecouteux analysiert die verschiedenen Hauptmotive, die der Stoff kontami-niert hat, insbesondere die mythische Abstammung Mélusine ist die Tochtereiner Fee-,die Problematik der Verbindung eines jenseitigen Wesens mit einemMenschen( als Amor und Psyche seit der Antike vertraut) und damit zusammen-hängend das Thema des Tabus. Gerade dieses weitverzweigte Motiv bringt dieGefahr mit sich, sich im Problem des Verbotes zu verlieren, doch versteht esLecouteux klug, bei jener Typik interdizierter Zeiten, Orte und Handlungen zubleiben, die mit der Mélusine enger zusammenhängen.

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Das Werk ist zwar ein guter Führer durch die verschiedenen Stationen, die so-wohl die Mélusine wie auch die Schwanenrittersage durchlaufen hat, aber esbringt relativ wenig über die spätere Rezeption und volksbuchhafte Ausformung.Das lag jedoch offensichtlich nicht in der Aufgabenstellung des Autors. Der Textdes Roman de Mélusine in der Fassung von Jean d'Arras von 1392 ist 1979 ineiner neufranzösischen Übertragung in Paris wieder aufgelegt worden, und dazugibt das Buch von Lecouteux eine wertvolle Einführung.

Wünschenswert wäre ein Namensregister zur leichteren Benützung des Werkes.Felix Karlinger

Aromunische Hirtenerzählungen aus dem Pindusgebirge. Von Neraiden, Moiren,Dämonen, Drachen, Toten und Träumen. Gesammelt, herausgegeben undübersetzt von Vassilis Noulas und Nicolas Zbinden. Mit Aquatinta- Radierun-gen von Marianne Spälty. Verlag Madliger- Schwab, Zürich 1981, 99 S.

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