Ein Scherenschnitt des Alois Girlinger
in Tirol
Von Richard Pittioni, Wien
( Mit zwei Abbildungen)
Seit 1979 verwahrt das Bergbau- und Heimatmuseum Jochberg beiKitzbühel einen Scherenschnitt( Abb. 1), den es von Herrn AntonObrist, Jochberg Nr. 124( Bruckhäusl) als Geschenk erhalten hat.Der Schnitt ist aus vier übereinanderliegenden Blättern in der nach-genannten Reihenfolge zusammengesetzt:
Das schwarze Grundblatt ist 43 cm lang und 34,5 cm breit. Auf ihmliegt ein weißes Blatt von 41 cm Länge und 33 cm Breite, seine vierRänder sind in ein einfaches florales Muster von 4 cm Breite aufge-schnitten. In der Mitte des oberen Längsrandes sind zwei schnäbelndeVögel( Tauben?) geschnitten, ihnen entspricht ein Ziermedaillon inder Mitte des unteren Längsrandes.
Auf den weißen Untergrund aufgelegt ist der eigentliche schwarzeSchnitt von 24x21,5 cm Größe: in ein kompliziertes florales Mustereingefügt sind vier Darstellungsteile, und zwar in der Mitte deroberen Zweidrittelbreite ein Sechseck mit Werkzeugen, links undrechts davon je ein Oval zum Einsetzen einer Photographie, die vonaußen her von einem zoologisch nicht näher bestimmbaren Vierfüẞlergestützt wird. Das Sechseck ist 10,5 cm hoch und 8 cm breit, dieOvale haben einen Durchmesser von 5,5: 4 cm. Im linken Oval be-findet sich das Brustbild einer festtäglich gekleideten Frau, im rechtenOval das zugehörige Bild eines Mannes im Sonntagsanzug. Die ovalenInnenränder sind dekorationsmäßig gezackt.
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