Leopold Schmidt †
Der Verein für Volkskunde und das Österreichische Museum fürVolkskunde in Wien betrauern ihren Präsidenten und ehemaligenDirektor wirkl. Hofrat i. R. Univ.- Prof. Dr. Leopold Schmidt,der am Samstag, dem 12. Dezember 1981, nach schwerem Leiden, im70. Lebensjahr in Wien gestorben ist und am 18. Dezember 1981 untergroßer Anteilnahme hochgestellter Persönlichkeiten aus Wissenschaftund Verwaltung auf dem Wiener Südwest- Friedhof zu Grabe getragenwurde.
Leopold Schmidt, in Wien am 15. März 1912 geboren, hat nachseiner Promotion zum Dr. phil. an der Universität Wien, am 9. März1935, seine wissenschaftliche Laufbahn in Wien mit der Bearbeitungder Sammlung für deutsche religiöse Volkskunde von Rudolf Krissbegonnen. Von da an hat ihn die Volkskunde nicht mehr losgelassen;er ist zu einem ihrer bedeutendsten Vertreter geworden; sein Nameist über den deutschsprachigen Raum und über Europa hinaus weit-hin bekannt. Nach Militär- und Kriegsdienst und Kriegsgefangen-schaft vom 31. Jänner 1939 bis zum 31. August 1945 trat er im neu-erstandenen Österreich am 1. Februar 1946 den wissenschaftlichenDienst am Österreichischen Museum für Volkskunde an, welchem erab 1. Jänner 1952 als Leiter und vom 1. Juli 1960 bis zu seiner Pen-sionierung am 31. Dezember 1977 als Direktor seine ganze Arbeits-kraft lieh und sein wissenschaftliches Gepräge gab. Vom 1. Jänner1954 bis 31. März 1955 war er Kommissarischer Leiter des Mu-seums für Völkerkunde in Wien im Nebenamt. Seine Ernennung zumwirkl. Hofrat erfolgte am 1. Juli 1971. Die Tätigkeit als Universitäts-lehrer, aus welcher eine ganze Reihe im Fach tätiger Volkskundlerhervorgegangen ist, begann er als Privatdozent mit seiner Habilita-tion am 7. Juni 1946; die Ernennung zum titl. a. o. Universitätspro-fessor erfolgte am 17. September 1959.
Als Generalsekretär des Vereins für Volkskunde in Wien ab der,, ersten Stunde“ im Jahre 1945 und seit 1958 als dessen Präsident hat