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88 (1985) / N.S. 39
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menfassend festhalten. Die deutschen Terminologien veranschaulichen die Tat-sache, daß im Kreise des ungarischen Volkes schon sehr frühzeitig gar mancheGegenstände, Bräuche, Innovationen, Gedanken und Ideen erschienen sind, diezum europäischen Charakter der ungarischen Volkskultur maßgeblich beigetragenhaben.

Béla Gunda

Andreu Estarelles Pascual, L'Essència de Mallorca. Recull de costums i tona-des- Any 1949. Palma de Mallorca, Sa Nostra", 1985, 253 S.

Der Autor( 1890-1981) war ein Autodidakt, der sich Zeit seines Lebens mit derVolkskunde seiner Heimatinsel beschäftigt hat. Das vorliegende Buch stellt einenVersuch dar, einen Überblick über Sitte und Brauch Mallorcas vor allem im Spiegelder Volkslieder zu vermitteln. Estarelles Pascual beginnt mit dem Jahreslauf undgeht später zu den Stationen des Lebenslaufes über. Das Werk enthält zweifelloseine Menge von klugen Beobachtungen und guten Deutungen, die freilich gelegent-lich subjektiv ausfallen und denen manchmal die Kenntnis von Parallelerscheinun-gen aus anderen europäischen Landschaften fehlen.

Die Melodien und Texte sind zuverlässig verzeichnet, doch fehlen zumeist Anga-ben über Herkunft und Vermittler. Dagegen gelingt es dem Verfasser gut, die Tänzein ihrer Eigenheit exakt zu beschreiben und teilweise auch durch choreographischeAngaben praktisch umzusetzen.

Die eingestreuten Bemerkungen und anekdotischen Beschreibungen von Fest-oder Lebenssituationen geben ein gutes Bild der Wirklichkeit und halten sich fernvon schwärmerischen Allgemeinplätzen. Sicher kommt man gerade in diesen Zwi-schenstücken der mallorquinischen Mentalität näher. Ebenso ist man dankbar fürdie Erklärung vieler volkstümlicher Bezeichnungen. Wären sie zu einem richtigenGlossar erweitert, könnte vor allem der Ausländer noch mehr Gewinn daraus zie-hen. Leider fehlen auch bibliographische Hinweise, um das hier Gebotene auszu-bauen.

Insgesamt jedoch eine nützliche Einführung in das Volksleben Mallorcas abseits

des Berufsfolklorismus.

Felix Karlinger

Viktor Herbert Pöttler, Das Österreichische Freilichtmuseum: ErlebteBaukultur aus der bäuerlichen Welt von einst(= Schriften und Führerdes Österr. Freilichtmuseums Stübing bei Graz, Nr. 10). Stübing, Selbstverlag desÖsterreichischen Freilichtmuseums, o. J.( 1984), unpag. mit zahlr. Farbfotos.Viktor Herbert Pöttler, Führer durch das Österreichische Freilichtmu-seum; vierte, erweiterte Auflage(= Schriften und Führer des Österr. Freilicht-museums Stübing bei Graz, Nr. 12). Stübing, Selbstverlag des ÖsterreichischenFreilichtmuseums( 1985), 252 Seiten, reich illustriert mit Farbfotos, Marginal-zeichnungen, Plänen und gefaltetem Museumsplan.

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