Weiters gibt es eine Leseecke mit Kinder- und Jugendbüchern sowie verschiede-nen Zeitschriften. Diese dürfen selbstverständlich durchgeblättert und gelesen wer-den. Zu diesem Zweck steht ein bequemer Sessel für die Besucher bereit.
Außerhalb des Busses sind auf zwölf Stellwänden die Themenbereiche Verkehr,Konsum, ausgestorbene Berufe, Müll, Spiele auf der Straße, Medien und Technik,Arbeitswelt und Arbeitslosigkeit sowie ein Überblick über die politische Entwick-lung und die Jugendorganisationen in den dreißiger Jahren dargestellt. Die Doku-mentation, bei der die Texte auf ein Mindestmaß reduziert sind, wird in vielen Berei-chen durch Gegenstände ergänzt. So gibt es zum Beispiel zum Thema Verkehr einaltes Fahrrad, zu den„ Spielen auf der Straße" einen auf einem Foto dargestelltenHolzreifen und zu den Straßenmusikern verschiedene Instrumente. Eine stilisierteFigur mit umgehängtem Koffer stellt einen Hausierer dar. Der Koffer kann, wieauch alle anderen Gegenstände, ausgeliehen und in verschiedenen Spielen verwen-det werden. Auf der Stellwand zum Thema Radio ist neben einem Dedektor einWalkman montiert, der jedem Besucher Gelegenheit gibt, über Kopfhörer Aus-schnitte aus Radiosendungen der dreißiger Jahre abzuhören.
Eine Verkleidungswerkstatt lädt dazu ein, in die verschiedensten Rollen zuschlüpfen. In der Spielecke können Peitschenkreisel( Wolferl), Diabolo, Holzreifenund andere Spielzeuge ausprobiert werden. Knöpfe, Steine und Steckerln regen dieKinder dazu an, selbst Spiele zu erfinden und alte Menschen zu befragen, was sie inihrer Kindheit spielten.
An einer Außenwand des Busses ist ein„ wachsendes Museum" angebracht, indem von den Besuchern gebrachte Gegenstände aus den dreißiger Jahren mit ihrenGeschichten versehen und ausgestellt sind.
Begleitend zur Ausstellung gibt es einen kleinen Katalog, der von den Kindernmit selbstgeschriebenen Geschichten ergänzt, verkauft oder selbst erstanden werdenkann.
Das Animationsprogramm
Das von uns, begleitend zur Ausstellung entwickelte Animationsprogramm sollden Kindern und Jugendlichen durch gezielte Spiel- und Bastelangebote die Mög-lichkeit geben, selbst aktiv zu werden. Zur Verdeutlichung sollen hier zwei Beispieleangeführt werden.
A. Die Arbeit mit Schulklassen
Nach der Begrüßung durch die Animatoren, die dabei selbst eine kurze Szene vor-spielen, wird die Klasse durch ausgegebene Gegenstände in drei Gruppen eingeteilt,die im folgenden von je einem Animator betreut werden und zu den Themen„ Lebenauf der Straße",„ Familie“ und„ Medien und Technik" bzw.„ Kinderspiele"( bei derArbeit mit Volksschulklassen) arbeiten.
Nach einer kurzen Führung durch die Ausstellung und einem einleitenden, auf dasjeweilige Thema bezogenen Gespräch erforschen die Schüler ihr Thema mit Hilfeeines Fragebogens. Die so gewonnenen Erkenntnisse werden gemeinsam bespro-chen und schließlich in ein Rollenspiel, einen Zeitungsartikel oder eine Radiosen-dung umgesetzt. Wichtig ist uns hier vor allem die Herstellung eines Bezuges zwi-schen den Inhalten der Ausstellung und der Wirklichkeit unserer Besucher. Um
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