Jahrgang 
88 (1985) / N.S. 39
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immer wieder nach außen hin zur Klage und nach innen zu uner-träglicher und unverantwortlicher Bedrängnis geführt hatte, wardie Raumfrage. Das Museumshauptgebäude im ehemaligen Gar-tenpalais Schönborn mit seinem kaum vermehrbaren Flächenaus-maẞ von insgesamt 2700 war bereits 1917, als das Museumdamals in seine endgültige Bleibe im Gartenpalais Schönborn ein-ziehen konnte, zur Gänze ausgefüllt.

Das Wachstum des Museums konnte unter diesen Umständennicht immer organisch erfolgen und wurde auch infolge der allge-meinen wirtschaftlichen Nöte in zunehmendem Maße behindert.Dementsprechend mußte nach dem Zweiten Weltkrieg im Zugeeiner damals zeitgemäßen Modernisierung des Museums, die ausder intensiven Innenarbeit und Forschung heraus vorangetriebenwerden konnte, immer wieder der Ruf nach einer großzügigerenräumlichen Ausstattung des Museums erhoben werden. Pläne hattees immer wieder gegeben, beginnend mit einem Projekt bereits inden Jahren 1947/48, als man ein neues Museumsgebäude im Schön-bornpark im Anschluß an den historischen Bau des Museumshaupt-gebäudes vorschlug, unter Einbeziehung des vorhandenen Luft-schutzbunkers. Auch eine Neugründung in einem adäquatenmodernen Museumsbau in den neuerschlossenen Wohngebietennördlich der Donau war im Gespräch. Und zu Beginn der bereitsvor mehr als einem Jahrzehnt aufgekommenen Diskussion um dasweitere Schicksal der ehemaligen Hofstallungen und des heutigenMessepalastes in der Nachbarschaft der großen ehemaligen Hof-museen in Wien war wiederholt die Rede von der Übersiedlung undder Integration des Volkskundemuseums in ein großzügig konzi-piertes Museum Humanum. Derartige zentrale Lösungen wurdenjeweils diskutiert. Alles Für und Wider erübrigte sich im Grundejedoch angesichts der zeitlichen Ferne derartiger Museumsplanun-gen auf der einen Seite und des aktuellen räumlichen Notstandesdes Museums auf der anderen Seite.

In Abwägung aller Argumente wurde daher der einzige Auswegeiner Museumsdezentralisierung gewählt und dieser nunmehrkonsequent verfolgt. Was im Zuge dieser Dezentralisation in denvergangenen zwanzig Jahren geleistet werden konnte und welcheLeitgedanken bei Wahrung der unverzichtbaren Einheit und derdurchdauernden zentralen Aufgabenstellung des ÖsterreichischenMuseums für Volkskunde für diese Entwicklung ausschlaggebendgewesen sind, wurde zu Ende dieses Vortrags anhand einer Diapo-sitivserie, die anläßlich des Museumsjubiläums bei dem Fotografen

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