Jahrgang 
88 (1985) / N.S. 39
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treten. Diese Hauptsammlung wird heute parallel zu dem Hauptin-ventar durch den nummernmäßig geordneten Zettelkatalog mitdem in den fünfziger Jahren neugeschaffenen Beschreibungssystemerschlossen. Ein Verweiskatalogsystem nach Orten und Personenund in wachsendem Ausmaß auch nach Sachen, hat inzwischen zueinem Bestand von weit über 100.000 Karteikarten geführt.

Vorzügliches Instrument der Forschungsarbeit ist die Bibliothek,die am Österreichischen Museum für Volkskunde seit 90 Jahrenkontinuierlich für den Handgebrauch der Museumsbeamten undals öffentlich zugängliche Studienbibliothek ausgebaut wird. Sie istdie umfangreichste Fachbibliothek der Volkskunde in Österreichund hat auch über die Landesgrenzen hinaus nicht viele Konkurren-ten. Die Führung der eigenen Österreichischen Zeitschrift fürVolkskunde" ermöglicht die Haltung von mehr als zweihundertösterreichischen und ausländischen Fachzeitschriften, die alleinschon einen sehr großen Teil unserer gesamten Fachliteratur aus-machen. Der gegenwärtige Bibliotheksbestand von 31.000 Num-mern bedeutet eine Anzahl von rund 60.000 Bänden. Weit überdiese Zahl hinaus reicht der Bestand der Photothek mit den frühenKollektionen ethnographischer Aufnahmen aus der Feldforschungnoch zur Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Heute umfaßt die Foto-sammlung 56.000 Positive, 15.000 Negative, 15.000 Diapositive unddazu Kleinbildstreifen, auf welchen im Zuge der systematischenAufnahmen sämtlicher Sammlungsgegenstände an 30.000 Einzel-objekte festgehalten sind. Dem Bilddokument zur Seite steht dieWortbekundung in ihren verschiedenen Formen, wofür amMuseum das ,, Archiv der österreichischen Volkskunde geschaffenworden ist. In den Faszikeln dieses Archivs fließen alle schriftlichenDokumentationen zusammen, die sich in den anderen Gruppen desHauses nicht unterbringen lassen:

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So besteht das wissenschaftliche Archiv heute aus den vier Unter-gruppen: U= Umfragematerial, das im Zuge von systematischenschriftlichen Erhebungen des Museums zustande kommt; KKommentare zu Umfragematerial, worunter sich Aufzeichnungen,Bilder, Zitate, Hinweise auf anderes Quellenmaterial zum gegebe-nen Thema befinden; H========= Handschriften. Sie stellen einengemischten Bestand einerseits von Originalhandschriften, etwa vonLiederbüchern, Volksschauspielen, Zaubersprüchen und Sagen,dar, anderseits aber auch Aufzeichnungen, also zum BeispielSagenniederschriften, dann Nachlässe von Forscherpersönlich-

keiten.

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