Jahrgang 
89 (1986) / N.S. 40
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zogene Aufbauleistung in allerjüngster Zeit besonders zu würdigen vermögen undden Besuch seiner reichen Sammlungen und Freibauten gewiß nicht bereuen.

Der erste nun vorliegende Kurzführer" bestätigt uns dies denn auch in Wort undBild. Hans Grießmair sucht darin den bedeutenden Standort mit dem Herrenhausund charakteristischen Ansitz Mair am Hof zu Dietenheim, der in der Zeit von1690 bis 1700 von Anton Wenzł zu Sternbach erbaut wurde, zu begründen und zubeschreiben, der nunmehr zusammen mit dem mächtigen dazugehörigen Futter-haus" die reichen Museumssammlungen birgt. Hier sieht man Möbel, vor allem aucheinzigartige Frühformen, wie die berühmten Pustertaler Einbaumtruhen, Stuben-einrichtungen, eine äußerst interessante und qualitätvolle Hauskapelle der ehema-ligen Besitzer, religiöse Volkskunst, eine gotische Stube aus Kurtinig, gutbäuerli-chen und z. T. auch bürgerlichen Hausrat usw. Im Stadel daneben findet man- zureichhaltigen Gruppen gegliedert das Gerät und Werkzeug der bäuerlichen Wirt-schaft mit einer sehr stattlichen Sammlung Herdengeläut, Textil-, Maß-, Trans-port-, Anbau- und Erntegerät, unter denen vor allem die große Schlittensammlunghervorzuheben wäre, und im Freigelände schließlich über 20 translozierte Bautenmit ihren Einrichtungen, darunter zwei Wohnbauten, drei Futterhäuser", einKornkasten von 1497 und eine ganze Reihe weiterer und durchaus wichtiger Wirt-schaftsbauten( Hilge, Harpfe, Brechelhütte, Schmiede, Heustadel und Kochhütte,Almgebäude und mehrere Mühlen, darunter auch eine Stockmühle aus demAhrntal). Alles das weiß Grießmair in seinem Museumsführer mit großer Sach-kenntnis und zugleich auch mit der spürbaren Wärme eigener Erfahrung undLebensnähe in kurzen Worten darzustellen und zu erklären. Dazu kommen in tref-fenden und künstlerisch sehr ansprechenden Zeichnungen Abbildungen, die zusam-men mit dem Text die Eigenart und Identität dieser Südtiroler Kulturlandschaft gutwiedergeben.

Vor allem der Volkskundler wird in dieser bescheidenen Schrift von vielen Detailsund Besonderheiten überrascht sein, die er hier antrifft. Für eine sicher bald kom-mende nächste Auflage des Führers wären nur bei den Herkunfts- und Ortsangabenfür den Landesfremden vollständigere Hinweise auf die betreffenden Ortslagen zuempfehlen. Wie das umfangreiche Südtiroler Museum selbst, so stellt auch diesersein erster Kurzführer" einen sehr erfreulichen Zuwachs innerhalb der volkskund-lichen Landesinstitutionen namentlich in den Südalpen dar, für die man dem Verfas-ser wie auch seinen Helfern und Unterstützern besonders dankbar sein wird.

Oskar Moser

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Museums-

Corneliu Bucur u. a., Museum der bäuerlichen Technikkomplex Sibiu. Reiseführer. Sibiu, Brukenthalmuseum, 1986, 302 Seiten, zahl-reiche Pläne, Zeichnungen und Fotos, 3 Faltkarten.

Cornel Irimie Marcela Necula, Die Kunst der Holzbearbeitung bei denRumänen(= Rumänische Kunst- und Kulturtradition o. Nr.). Bukarest, Meri-diane Verlag, 1985, 150 Seiten, 95 Abb.( Farb- und Schwarzweißfotos).

Wir haben seinerzeit auf den schönen, von Cornel Irimie betreuten Führer durchdas bedeutende Freilichtmuseum der bäuerlichen Technik in der Hermannstädter

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