Jahrgang 
89 (1986) / N.S. 40
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den meisten Fällen erstmals die jeweilige Entwicklung und den Stand der Forschungeinem breiteren wissenschaftlichen Publikum zusammenfassend vorstellen.

Insgesamt kommt diesem Werk neben der Mitarbeit von Spezialisten auf interna-tionaler Ebene der große Anteil von Beiträgen aus der Feder der Herausgeber undRedakteure zugute, die zweifellos in besonderem Maße das hohe Niveau der EMbestimmen. Hier ist ohne Frage ein Werk im Entstehen, das sich selbstbewußt nebendie großen Enzyklopädien des 19. Jahrhunderts stellen darf.

Leander Petzoldt

Carl- Heinz Mallet, Das Einhorn bin ich

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Das Bild des Menschen im Mär-

chen. München, Deutscher Taschenbuch- Verlag, 1985, 169 Seiten.

Die Hochflut an Sekundärliteratur zum Märchen hält an- ein erfreuliches Zei-chen für das Interesse. Da der Begriff Märchen" gottlob nicht unter Markenschutzsteht, gehen die Auffassungen mitunter weit auseinander, was Märchen sei. Es fälltschwer, nicht den amerikanischen Humoristen James Thurber zu variieren:, Mär-chen ist alles, was du und deine Frau und dein Nachbar und seine Frau dafür halten.Das Buch von Mallet gehört zu jenen Werken, deren originellste Leistung derTitel darstellt. Der Verlag deutet den verkrampften und witzig sein wollenden Stildes Autors als amüsant und phantasievoll"; in Wirklichkeit analysiert sich Malletmehr selbst als seine Texte.

Für Studenten der Psychiatrie zweifellos lesenswert. Für Volkskundler nichts-sagend und langweilig.

Felix Karlinger

200