Jahrgang 
89 (1986) / N.S. 40
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Verbesserung und Erweiterung der Strickschrift von Hildegard Rieger dar. Eben-falls als praktische Verbesserung ist zu nennen, daß jeder Strickschrift eine guteFotografie desselben Musters und häufig eine Abbildung des fertigen Kleidungsstük-kes hinzugefügt wurden.

Besonders zu bemerken sei noch, daß die Herausgabe jener Strickmusterbücherder Erhaltung und Renovierung des Landschaftsmuseums Schloß Trautenfels dient.Eben zu diesem Zweck hält Frau Erlbacher bei den Museumsfesten und im Landes-museum Joanneum Strickkurse ab.

Ulrike Aggermann- Bellenberg

Feste Popolari in Toscana. Hrsg. v. Giunta Regionale Toscana, Dipartimento Istru-zione e Cultura. Florenz 1983, 160 Seiten, 36 Abb. im Anhang.

In einfacher Aufmachung, wenn auch nicht ganz billig( öS 480,-), liegt hier einVerzeichnis der in der Toskana begangenen Feste und brauchtümlichen Ereignissevor. Tabellarisch gegliedert, nach Gemeinden geordnet, sind stichwortartig die wich-tigsten Punkte angeführt: der Name des Festes, eine kurze Beschreibung, Terminund Auskunftsperson bzw.-stelle. Gleichzeitig mit den Aufnahmen für diesen Fest-kalender wurde, laut Vorwort, auch versucht, die Dokumentation durch Fotos undVideoaufnahmen zu vervollständigen. Zu diesem Zweck wurde das 1975 gegründeteCentro FLOG Tradizioni Popolari in Florenz beigezogen, das sich vor allem auf dieDokumentation traditioneller Formen der Musik und des Tanzes spezialisiert hatund über ein Archiv von( 1983) ca. 5000 inventarisierten Aufnahmen verfügt, die ineiner Mediathek öffentlich zugänglich sind. Im Anhang des Festkalenders befindensich auch 36 Abbildungen zur Illustration verschiedener brauchtümlicher Handlun-gen( Hahnenschlagen, Szenen aus einem Passionsspiel, Segnung des Feuers usw.).Zusammenfassend wird am Schluß des Buches eine Aufgliederung der Feste nachKalendermonaten gebracht, so daß man auf einen Blick feststellen kann, welcheFeste in welchem Ort, während eines bestimmten Monats begangen werden. WieDiego Carpitella in seinem Vorwort schreibt, ist dies nur als Ausgangspunkt für eineweitere intensive Untersuchung der in der Region Toskana stattfindenden undlebendigen Bräuche zu sehen, die im Laufe der kommenden Jahre erfolgen soll. Fürden Forscher bietet vorliegende Publikation eine reichhaltige Sammlung von Ver-gleichsmaterialien und könnte vielleicht für so manchen eine Anregung sein, seinenUrlaub einmal dem Festbrauch der Toskana zu widmen, was sich mit Hilfe des.Kalendariums leicht planen läßt.

Eva Kausel

Zoltán Szilárdfy, Barokk szentképek Magyarországon.( Kleine Andachts-bilder des Barocks in Ungarn.) Budapest, Verlag Corvina, 1984, 176 Seiten, 48Schwarzweißfotos, 16 Farbfotos.

Als erstes unterzieht der Verfasser jene kleingrafischen Werke in Ungarn einerUntersuchung, welche auch in unserer Heimat über eine jahrhundertealte Vergan-genheit verfügen. Ihr Ursprung kann auf die Verzierung von Kodizes zurückgeführtwerden. In Mengen konnten sie sich aber erst dann verbreiten, nachdem die gra-fischen Vervielfältigungsverfahren, wie Holz- und Kupferstich oder Kupfer-

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