Jahrgang 
89 (1986) / N.S. 40
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Literatur

Gerhard Eitzen, Niederrheinische Bauernhäuser vom 15. bis zumBeginn des 18. Jahrhunderts( Führer und Schriften des Rheinischen Frei-lichtmuseums und Landesmuseums für Volkskunde in Kommern, hrsg. von Adel-hart Zippelius, Nr. 19). Köln, Rheinland- Verlag, 1981, 127 Seiten, 70 Abb.( Risse und Fotos).

Gerhard Eitzen, Bauernhäuser aus Mitteleuropa. Aufmaße und Publikatio-nen. Zusammengestellt von Karoline Terlau und Fred Kaspar(= Schriften desArbeitskreises für Hausforschung o. Nr.). Sobernheim/ Bad Windsheim, Arbeits-kreis für Hausforschung, 1984, 352 Seiten, 50 Tafeln und zusätzl. illustriert.

Die beiden vorstehenden Bände gelten als Dankabstattung an einen Hausforscherim eigentlichsten Sinne, der an dem Ruf der neueren deutschen Hausforschung inganz Europa unmittelbaren und wesentlichen Anteil hat. Seit Jahren durch eineschwere Krankheit erheblich behindert, besorgte und widmete Adelhart Zippeliusseinem engsten Mitarbeiter beim Aufbau des Freilichtmuseums in Kommern/ Eifeldiese wichtige Darstellung früher niederrheinischer Bauernhäuser, die Eitzen nochselbst bis gegen die Mitte der sechziger Jahre hatte ausarbeiten können. Es ist dessen9. Untersuchung zur rheinischen Bauernhausforschung und deswegen von besonde-rer Bedeutung, weil nur ein Kenner und Gefügeforscher wie Eitzen überhaupt in derLage war, in den eng mit Städten durchsetzten und stark industrialisierten Gebietenam Niederrhein noch wichtige und besonders altertümliche, bodenständige Bau-bestände zu ermitteln und aufzumessen. So war es zwar nicht möglich, deren gesam-ten Altbaubestand flächendeckend zu ermitteln, wohl aber eine lange Reihe vonEinzeluntersuchungen an wichtigeren Objekten durchzuführen. Gerhard Eitzen wares, dem es so gelang, in diesem dichtbesiedelten Gebiet zwischen Niederrhein undMaas nördlich von Mönchengladbach eine Anzahl alter und höchst bemerkenswer-ter Bauernhäuser zu dokumentieren, die weiter in die Geschichte zurückreichen alsin den Landstrichen weiter nördlich, und damit erstmals neue Einblicke in die Ent-wicklung und das Wesen dieser Hauslandschaft nahe den Niederlanden zu ermög-lichen. So bietet seine bewährte Art der Untersuchung und Darstellung Beispieleehemaliger Rauchhäuser um Mönchengladbach, Hallenhäuser mit verschiedenteili-gem Mittelschiff und alte Ernhäuser bzw. queraufgeschlossene Wohnstallhäusersowie auch von Scheunen und Speicherbauten, die hier in ihrem bautechnischenFachwerkgefüge wie auch in ihrer Wohn- und Raumstruktur bis ins einzelne gehenderfaßt und für die vergleichende Forschung ausgewertet werden. Wie stets bei Eitzenwerden Beschreibung und Aufbauanalyse von klaren und verläßlichen Aufmaß-zeichnungen gestützt und durch Fotos vortrefflich ergänzt. So wird diese Freundes-

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