werden. An Holzarbeiten fielen an die Konservierung von einer großen Zahl vonKästen und Truhen( vor Verlagerung in die Studiensammlung Mattersburg) sowieder Abschluß der Restaurierung der intarsierten Türflügel in der sogenannten Hol-ländischen Galerie des Museumsgebäudes Gartenpalais Schönborn.
Zeitaufwendig waren die Arbeiten an den im Aufbau befindlichen Studiensamm-lungen. Sämtliche Glasobjekte wurden aus den Untersätzen im Bereich der Schau-sammlung in die Kellerräume der Studiensammlung für Keramik überführt, desglei-chen die Sammlung von bemalten Porzellandeckeln für Biergläser. Die Eisenobjektewurden aus dem bisherigen unzulänglichen Depot in die für den Zweck der Studien-sammlung für Eisengegenstände auf dem Dachboden des Museumshauptgebäudeserrichteten Abteile eingeordnet.
Sämtliche Schausammlungen sowie Studiensammlungen sowohl im Hauptge-bäude wie auch in den Außenstellen wurden einer laufenden Inspektion unterzogen,wobei vor allem die Beobachtung der Klimawerte durch ständige Aufschreibungenund die Untersuchung der Objekte auf möglichen Wurmbefall besonders im Vorder-grund standen.
Die Schwerpunkte der Arbeiten im Bereich der Textilrestaurierung( Chri-stine Klein) lagen weiterhin in der Nachinventarisierung und Konservierung desgesamten Altbestandes an textilen Objekten im Hinblick auf die Einrichtung derStudiensammlung für Trachten und Textilien in der Außenstelle Mattersburg. In dendortigen adaptierten und mit entsprechenden Depotmöbeln ausgestatteten Räumenwurden die Objekte nach folgender systematisch- typologischer Einteilung zweck-entsprechend eingelagert: Männerkleidung, Frauen-, Kinder- und Säuglingsklei-dung und-wäsche; Bett- und Tischwäsche, Spitzen, Bänder und Borten; Stoffmu-ster; Puppen und Spielzeug aus textilem Material usw. Große Gruppen, wie z. B.Frauenkleidung, fanden weitere Untergliederung in Blusen, Röcke, Strümpfe,Tücher usw. Bei der Einlagerung der Textilien wurde darauf geachtet, daß dieObjekte nicht zu dicht und möglichst glatt ausgebreitet( bei zweidimensionalenObjekten) gelegt werden; dabei wird säurefreies Seidenpapier verwendet und einMottenschutzmittel hinzugegeben. Objekte, deren Zustand eine hängende Lage-rung gestatten, wurden auf Kleiderbügel aufgehängt und innerhalb ihrer Gruppenach der laufenden Inventarnummer, jedenfalls nicht zu dicht, gehängt.
e) Museumspädagogik
Für diesen Bereich, dem in der Museumsarbeit eine stets wachsende Bedeutungzukommt, konnte vom Museum gemeinsam mit dem Wiener Stadtschulrat und unterder Leitung von Christine Kreutzer die Aktion„ Bei offener Lade“ durchgeführt wer-den. Wöchentlich besucht mindestens eine Schulklasse das Museum zu einem zwei-stündigen Rollenspiel„ Altes Handwerk- Zunftleben". Die für das ÖsterreichischeMuseum für Volkskunde eigens entwickelte Aktion erfreut sich anhaltend starkerNachfrage. Es wurde in dieser Zeitschrift( Bd. XXXVIII/ 87, 1984, Heft 4/5,S. 318-320) darüber berichtet.
Das Österreichische Museum für Volkskunde hatte sich auch für die Zusammen-arbeit mit der„ Aktion Museumsbus“ der Initiative für Kulturpädagogik bereit-erklärt, worüber gleichfalls in dieser Zeitschrift( Bd. XXXIX/ 88, 1985, S. 257-261)referiert wurde.
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