Jahrgang 
89 (1986) / N.S. 40
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Montag, dem 16. September 1985 in Anwesenheit der gesamten offiziellen öster-reichischen Delegation der Österreichtage( Bundesminister a. D. Dr. HerthaFirnberg, Präsidentin der Österreichisch- Sowjetischen Gesellschaft, Bürgermeister-stellvertreter Gerhard Buchleitner, Salzburg, Univ.- Prof. Dr. Helmut Detter,Direktor des Reaktorforschungszentrums Seibersdorf, Bürgermeister Hofrat Leo-pold Guggenberger, Klagenfurt, Karl Lerch, Zentralsekretär der Österreichisch-Sowjetischen Gesellschaft, Bürgermeister a. D. DDr. Alois Lugger, Präsident derÖSG Tirol, Landeshauptmannstellvertreter Wolfgang Radlegger, Salzburg, Zen-tralbetriebsrat Karl Russheim, Mitglied des Zentralvorstandes der Metall- und Berg-baugewerkschaft Österreichs, Prof. Dr. Stefan Schuy, Rektor der TU Graz), desösterreichischen Botschafters in Moskau, Dr. Helmut Liedermann und weitererösterreichischer Gäste statt. Von sowjetischer Seite nahmen der StellvertretendeKulturminister der RSFSR, Alexander Iwanowitsch Schkurko, und eine Reihe vonoffiziellen Persönlichkeiten teil. Die Eröffnung wurde durch den ORF und dessenKorrespondenten in Moskau und durch das sowjetische Fernsehen dokumentiert.Nach der Eröffnung erfolgte eine Führung durch die Ausstellung mit Erläuterungenzu den prominentesten Objekten.

Sowohl in den Eröffnungsansprachen als auch in einem zusammenfassendenGespräch mit dem Direktor des Gesamtrussischen Museums und dem Abteilungslei-ter für bildende Kunst des Kulturministeriums der RSFSR wurde der Bedeutungderartiger kultureller Veranstaltungen für das Verständnis und die Entspannungzwischen Ost- und Westeuropa Ausdruck verliehen. Waren diese Floskeln auchmehr gut- als ernstgemeint, so ist die Berichterstatterin auf Grund ihrer persönlichenEindrücke rund um diese Gastausstellung doch der Ansicht, daß der Austausch kul-tureller Erfahrungen einen nicht unbedeutenden Beitrag zur gegenseitigen Vertrau-ensbildung zwischen Ländern verschiedener Gesellschaftsordnungen zu leistenimstande ist.

Margot Schindler

,, Zeugen und Zeichen der mythischen Welt"

Ein Sagen- Symposion des ORF- Landesstudios Kärnten in KlagenfurtDie Jahre periodischer Gespräche zwischen den Experten von Hörfunk und Fern-sehen einerseits und Vertretern der Volkskunde anderseits liegen schon langezurück. Daß sie nützlich und vielleicht sogar sehr notwendig sind, das dürfte kaumjemand bestreiten, mag er sich nun selber einer dieser Sparten zuzählen oder als anbeiden interessiert betrachten. Es ist daher ganz besonders zu begrüßen, daß hierder Intendant des Landesstudios Kärnten, Heinz Felsbach, vom ÖsterreichischenRundfunk die Initiative ergriff und im Rahmen des dortigen Referates Volkskulturdas gewiß sehr medienzentrale Thema: Was sagen uns Sagen?" aufgriff und zueinem wissenschaftlich- volkskundlichen Symposion einlud, das vom 21. bis 23.November 1985 in Klagenfurt unter der Betreuung des dortigen LandesstudiosKärnten veranstaltet wurde.

Es mag wohl kein Zufall sein und scheint eher symptomatisch für die weithin offe-nen Perspektiven unseres Faches, daß sich gerade in letzter Zeit mehrfach Tagungenund Gespräche zum Grundthema von Sage und Volkserzählung angekündigt haben.Man wird sie alle ja nicht so sehr als Signale etwa von Verlegenheitssujets nehmen

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