3. Klaus Lankheit, Die Bilderbogen für das Papiertheater aus Weißenburg, in:Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums 1973, S. 148 ff.; DominiqueLerch, Imagerie et Société, L'Imagerie Wentzel de Wissembourg au XIXe siècle,Straßburg 1982, S. 289.
4. Jean- Jules Delhalt verlegte zwischen 1879 und 1892 in Metz. Erst 1892 wird dieFirma nach Nancy transferiert. Papiertheaterbogen mit der Metzer Adresse sind mirbis jetzt nicht bekannt geworden. Die Imageries réunies in Nancy- Jarville nahmenihre Tätigkeit 1903 auf.
5. 3. Teil, Kap. III.
6. L. G.( 1855-1920), Lebenslauf eines Optimisten, Stuttgart 1925, S. 45.
Bericht über die Sonderausstellung ,, Unter der Bedeckung eines Hutes" im Rahmender Österreichtage in der RSFSR in Moskau vom 16. 9. bis 26. 10. 1985Das Österreichische Museum für Volkskunde in Wien konnte durch die freundli-che Vermittlung der Österreichisch- Sowjetischen Gesellschaft in Wien in seinerAußenstelle im Ethnographischen Museum Schloß Kittsee im nördlichen Burgen-land in den letzten Jahren bereits vier Ausstellungen aus der Sowjetunion präsentie-ren( 1976 Ukrainische Volkskunst, 1978 Weißrussische Volkskunst, 1979/80 Letti-sche Volkskunst, 1984 Kunsthandwerk aus Moldawien). Auf Einladung des Kultur-ministeriums der RSFSR nahm das Österreichische Museum für Volkskunde nungerne die Gelegenheit wahr, anläßlich der Österreichtage in der RSFSR im Herbst1985 seinerseits eine Gegengabe in Form der Sonderausstellung„ Unter der Be-deckung eines Hutes", angereichert durch einige komplette Trachtenensembles ausverschiedenen Bundesländern, nach Moskau zu bringen.
Die Wahl eines textilen Themas für dieses Ausstellungsvorhaben erfolgte unterverschiedenen Gesichtspunkten. Im Rahmen der Gesamtveranstaltung, welche ausverschiedenen Ausstellungen( Naive Malerei von Gottfried Kumpf, im Ausstel-lungssaal des Verbandes bildender Künstler der RSFSR in Moskau; Wien 2000,Stadtstrukturplanung, im Zentralen Haus der Architekten in Moskau; Druckgrafikvon Oskar Kokoschka aus dem Rupertinum in Salzburg, in der Eremitage in Lenin-grad; Jagdwaffen aus Ferlach, im Ethnographischen Museum der Völker der UdSSRin Leningrad; Schiffsbau in Österreich aus der Schiffswerft Linz und Arbeiten derMeisterklassen der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz,im Kulturpalast der Stadt Wolgograd), Konzerten und Lesungen in den StädtenMoskau, Leningrad und Wolgograd bestand, sollte die Republik Österreich mög-lichst vielfältig und anschaulich präsentiert werden. Es ist nicht ganz einfach, dieVolkskultur eines Landes mittels einer überschaubaren, transportablen Ausstellungerschöpfend darzustellen. Ein textiles Ausstellungsthema bietet sich hier vorrangigan, denn Kleidung ist ein kulturelles Phänomen mit überaus umfassender Aussage-kraft, welche sich nicht nur auf die Aspekte der schlichten Funktionalität, sondernvor allem auf ihren sozialen Symbolgehalt bezieht.
Für die Präsentation der Textilausstellung aus dem Österreichischen Museum fürVolkskunde war das Gesamtrussische Museum für dekorative angewandte Kunstund Volkskunst in Moskau ausgewählt worden. Dieses Museum wurde erst im Juli1982 eröffnet und dient vorwiegend der Sammlung und Präsentation historischer wieauch rezenter Volkskunst. Das Museum befindet sich in einem ehemaligen Adels-
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