Jahrgang 
90 (1987) / N.S. 41
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,, Jüdische Kolonisationswerk in Palästina, die Kinder- und Wai-senfürsorge oder für die Union and Centralisation of the Rabbis ofthe Whole Jewish World in Jerusalem gehörte. Im Nachlaß Grun-walds hat sich das maschinenschriftliche Protokoll eines Interviewserhalten, das Clothilde Benedikt mit ihm über dieses Thema führteund in dem auch seine wissenschaftlichen Leistungen und nichtzuletzt seine letzte Wohnung in Baden bei Wien beschrieben sind:

" Anxious to communicats* his thoughts to English readers therenowned folkloriest* and scientist received ne* in his charmingabode Baden not for* from Vienna. Dr. Grunwald was a long timeRabbi of the greatest Jewish community of Vienna at the fines* andgreatest synagogue which he has rebuilt by his energy and relationsin the whole universe after its conflagration in Austria's drearistfinancial time. We are in his imposing library the balcony of whichis looking on the dark pineforests of this Austrian Spa but also on amedieval ruin, an inspiring view for a man whose intention is toarise new life in the shatterd* ruins of Judaism. 47

Ein detaillierter Überblick allein über Grunwalds Wiener Volks-kunde würde den hier zur Verfügung stehenden Platz bei weitemüberschreiten und ist daher einer eigenen, ausführlichen Publika-tion vorbehalten 48. Doch auch einige wenige Beispiele lassen er-ahnen, was Grunwald zwischen 1903 und 1938 leistete und wasdurch seine Emigration und durch den Holocaust der europäischenVolkskunde verloren ging.

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Hier wäre zum einen die enge Zusammenarbeit mit dem 1850 inBrody geborenen, seit 1865 in Wien lebenden und dort 1935 ver-storbenen Philologen, Dialektologen und Folkloristen AlfredLandau zu nennen Sie schlug sich nicht nur in zahlreichen Beiträ-gen über jüdische Volkserzählungen und anderes mehr in den ,, Mit-teilungen( der Gesellschaft) für jüdische Volkskunde nieder, son-dern auch in einer umfassenden Korrespondenz, die einen vorzügli-chen Einblick in die nicht immer leichten Arbeitsbedingungen derjüdischen Volkskunde gestattet 50.

Da wäre zum anderen auf Dr. Bernhard Wachstein, Regierungs-rat, Historiker, Bibliograph, Philosoph und 32 Jahre lang, zuletztals deren Direktor, im Dienste der Bibliothek der IsraelitischenKultusgemeinde tätig, zu verweisen. Er starb am 15. Jänner 1935und wurde zwei Tage später, am 17. Jänner 1935, in einem von derKultusgemeinde gestifteten Ehrengrab im Neuen IsraelitischenFriedhof beigesetzt. In der Plenarsitzung des Kultusvorstandes vom

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