Die Arbeiten in diesem Sammelband liefern Grundlagen für eine bessere Erfor-schung des behandelten Themas„ regionale Mobilität“ als Indikator sozialen Wan-dels.
Manfred E. Ganz
Enno Burmeister, Historische Gebäude des Dorfes Asch(= Baudokumen-tation, Bd. 16). München, Fachbereich Architektur der Fachhochschule Mün-chen, o. J., 315 Seiten, Abb., Pläne.
In der umfangreichen Arbeit werden von Studenten der Fachhochschule19 Objekte des Dorfes Asch, Gemeinde Fuchstal, Landkreis Landsberg a. Lech, mitGrundrissen, Schnitten, Details und Fotos vorgestellt. Die Gebäudeerhebung führtüber Projekt, Lage, Eigentümer und Bauherrn zu Angaben über Bebauungsplan,Baukörper, Dachkonstruktion, Gebäudenutzung und Geschoßflächennutzung. DieBaubeschreibung erfaßt Situation, Fassadengestaltung, Konstruktion, Ausstattungund Nutzung. Abschließend wird noch die Baugeschichte kurz angeführt und dieBausubstanz beurteilt.
Die Arbeit ist mit einem Bericht., Aus der Geschiche des Ortes Asch" von JosefSchöner einbegleitet. Landeskonservator Dipl.- Ing. Wilhelm Neu, der bei der Aus-wahl der Objekte behilflich war, hat einen Beitrag über„ Ortsanlage und Bauern-hausformen" geschrieben, in dem er das in der Mitte des Fuchstales gelegene DorfAsch darstellt und die vorliegende Bearbeitung mit der Präsenz verschiedener Alt-formen des heimischen Bauernhauses begründet. Nach Rudolf Hoferer gehört dashistorische Bauernhaus im Fuchstal zur großen Hauslandschaft des„ Oberschwäbi-schen Hauses". Wilhelm Neu erläutert das vom Starnberger See bis ins württem-bergische Oberschwaben reichende Verbreitungsgebiet mit seinen wichtigstenUnterscheidungsmerkmalen und ordnet das in der vorliegenden Publikation bearbei-tete Dorf Asch dem südlich der Dachformengrenze liegenden Bereich mit dem leg-schindelgedeckten„ Flachsatteldachhaus" zu. Einige Beispiele des NordostallgäuerTypus, dem Wilhelm Neu das alte heimische Haus des Dorfes Asch zurechnet, habenin den sorgfältig durchgeführten Bauaufnahmen, die das Ergebnis einer Lehrveran-staltung des WS 1983/84 an der Fachhochschule München darstellen, eine hauskund-lich und baugeschichtlich gleichermaßen wertvolle Dokumentation gefunden.
Viktor Herbert Pöttler
Paul Werner( Hg.), Das Bundwerk. Eine alte Zimmermannstechnik. Konstruk-tion Gestaltung Ornamentik. Unter Mitarbeit von Hans Gschnitzer, VolkerLiedke, Wilhelm Neu, Herta Öttl, Wolfgang Ott, Siegfried Schamberger, AloisStockner, Richilde Werner und Stefan Winghart. München, Verlag Georg D. W.Callwey, 1985, 246 Seiten mit 332 Abb.( Schwarzweiß- und Farbfotos) und 113Textfiguren, 1 Übersichtskarte.
Als ,, Bundwerk“ bezeichnet man eine reine Holzkonstruktion mit außen sichtba-rem Ständergerüst, das auf der Innenseite entweder durch waagrechte Bohlen oderLaden geschlossen oder durch in Nuten oder Falzen stehende Bretter ausgesetzt istoder das überhaupt als durchlässiges Traggerüst offen bleibt. Es findet fast aus-schließlich in der bäuerlichen Holzarchitektur des ost- und südbayerischen Raumessowie im Gebiet der einstigen österreichisch- ungarischen Donaumonarchie
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