Jahrgang 
90 (1987) / N.S. 41
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verfolgt. Seine eigene Schulung als klassischer Philologe und eminenter Interessent ansach- und sprachlichen Zusammenhängen erlaubt es ihm, weit über die geläufigenZusammenstellungen hinauszugreifen und eine wirkliche Ur- und Frühgeschichte... zu schreiben. Die Belegung dieser Geschichte mit Schrift- und Bildquellenerscheint vorzüglich und eigentlich auch für jedermann lesbar, sogar für den ganzAußenstehenden, weil Mehl es versteht, seine Themen erzieherisch lesbar zumachen. Die Einbeziehung auch musealer Quellen, sogar der aus unseren heimatli-chen Sammlungen, wie beispielsweise der Privatsammlung Maresch in der Loich,., erweist die Aufgeschlossenheit des bejahrten Verfassers allen neuen sachli-chen Ergebnissen gegenüber."( Leopold Schmidt, Anm. 10).

13. Vgl. dazu etwa: Schigeschichte im Spiegel der Sprache. Sprachzeugen für denWeg des gleitenden Brettels vom norwegischen Hügelland in das alpine Gebiet. In:Jahrbuch des Österr. Alpenvereins LXXXIII, Wien/ Innsbruck 1958, S. 147–157.Jahn als Spracherzieher. Zum 200. Geburtstag des Turnvaters( geb. 11. 8. 1778 zuLanz). In: Wiss. Schriftenreihe Muttersprache, H. 9(= Sonderheft 7/1978) derWiener Sprachblätter, 1978. S. 9-24.

14. So übersetzte er etwa gemeinsam mit Gaulhofer ,, Das Lehrbuch dänischenTurnens"( 1924) von K. A. Knudsen.

15. Mehl war von 1926 bis 1939 auch Herausgeber der Zeitschrift Neuer Weg".16. Bemühungen um Neubelebung der deutschen Druck- und Schreibschrift. In:Die Presse. Wien, 15./16. Oktober 1977, S. 22.

17. 1954-1979. Hg. Stadtgemeinde Klosterneuburg. Klosterneuburg 1979.

18. Zusätzlich zu den bereits zitierten Hinweisen siehe für Bio- bibliographischesetwa: O. Beckmann, Sportlexikon( 1934). Hassenberger, Das turnwissen-schaftliche Schaffen Prof. Mehls( Verordnungsblatt d. Reichsbundes f. Leibesübun-gen 1942). R. Teichl, Österreicher der Gegenwart( 1951). J. Recla, Wissenschaft-liche Arbeiten über Leibesübungen( 1958). F. Rinner, Univ.- Prof. Dr. E. Mehl,dem Erneuerer des Turnens und Erforschers seiner Geschichte, zum Siebziger( Sportärztliche Praxis. Wien 1960, S. 74-83). R. Wolfram, Erneuerung des Dok-tordiploms nach 50 Jahren für Erwin Mehl. Promotionsansprache. In: Bundesturn-zeitung d. Österr. Turnerbundes I, Wien 1965, S. 51-52. Kürschners Gelehrtenlexi-kon 1980( Sp. 2499-2500). Herbert Lager, Univ.- Prof. a. D. Dr. habil. ErwinMehl. In: Der fröhliche Kreis 35, Graz 1985, H. 1, S. 16 f.

Wayland Debs Hand( 1907-1986)

Unterwegs zu einer Sitzung der American Folklore Society verschied plötzlich undunerwartet am 22. Oktober 1986 Wayland Debs Hand.

Seine akademische Laufbahn begann Wayland Hand an der Universität von Utah,wo er 1934 seine Studien abschloß. 1936 promovierte er mit der Dissertation ,, TheSchnaderhüpfel: An Alpine Folk Lyric an der University of Chicago und unterrich-tete in den folgenden Jahren als Professor für Germanistik an der UCLA in LosAngeles. Erste Anerkennung auf dem Gebiet der Volkskunde erfuhr er 1942 durchdie Verleihung des, Chicago Folklore Prize". 1946 wurde er zum Associate Directordes Folklore Institute of America ernannt und erhielt im gleichen Jahr ein For-schungsstipendium der Library of Congress. In den folgenden Jahren führte er den

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