Installation einer elektrischen Bodenheizung und Verlegung eines Natursteinplat-tenbodens auf der anderen Seite) konnten zwei funktionelle und zugleich repräsen-tative Versammlungsräume für Veranstaltungen des Museums und des Vereinsgeschaffen werden. Die Ausstattung beider Räume mit Garderoben, einer entspre-chenden Anzahl von Stühlen und Tischen und Vortragsbehelfen( Video- und Ton-wiedergabeanlagen) galt gleichfalls diesen Zwecken.
Denkmalpflegerische Erfordernisse hatten auch eine verhältnismäßig aufwendigeErneuerung des Holzparkettplattenbodens in der sogenannten„ Niederländer- Gale-rie"( ehemalige Schönbornsche Gemäldegalerie) im Bereich der Museumsdirektionzur Folge. Im Zuge der Heizungsinstallation konnte unter dem alten, sehr schadhaf-ten Parkettboden dieses Saales die Entdeckung eines in dieser Art einzigartigen ba-rocken Riemenbodens mit ornamentaler Bemalung gemacht werden. Eine Belas-sung dieses historischen Fußbodens in situ war nicht möglich, weshalb dieser im Ein-verständnis mit dem Historischen Museum der Stadt Wien( MA 10) als Vertreter desGebäudeeigentümers( Stadt Wien) der Bundessammlung alter Stilmöbel( Bundes-mobiliendepot) für eine künftige museale Nutzung im Rahmen der Neugestaltungvon Schauräumen mit historischen Möbeln überlassen wurde. Im Herbst 1986 konn-ten schließlich die Bauarbeiten für die Sanierung der Schausammlungsräume im Ost-trakt des Erdgeschosses in Angriff genommen werden. Dabei wurde vor allem nebender Erneuerung der stellenweise bereits morschen Holzfußböden durch Steinfuß-böden, auf die Begradigung der Fluchtlinie der Türachsen zum Zweck der Verein-heitlichung der Schauräume und Verbesserung der Sichtkontrolle Bedacht genom-men. Zugleich konnte das Raumangebot durch Abtragen eines alten Kellerabganges( Raum 7) und von zwei funktionslosen Kaminblöcken( Raum 5) erweitert werden.Der ehemalige sogenannte„ Sandkeller"( unter Raum 7) konnte in diesem Zusam-menhang als Depot für Ofenkeramik adaptiert und mit einer Einstiegöffnung verse-hen werden. Die Zusammenlegung von zwei gartenseitigen Schauräumen( Raum110 und 111) hat die bauliche Voraussetzung für ein bisher nicht vorhandenesMuseumsfoyer ergeben. Sämtliche Schauräume wurden mit einer Verrohrung fürdie geplanten neuen Installationen für Beleuchtung, Brandschutz und Sicherheits-technik ausgestattet.
Studiensammlung Bunker Schönbornpark. Die restlichen Kojen wur-den in Eigenmontage mit Metallregalanlagen eingerichtet.
Studiensammlung Mattersburg. Ein Lastenaufzug zur Bedienung der dreiStockwerke der Studiensammlungen für Möbel und Gerät, Trachten und Textilienwurde montiert und in Betrieb genommen. Zur Unterbringung der Studiensamm-lung für Möbel( Stühle), für Hausmodelle und für Korb- und Flechtwaren wurdenentsprechende Metallregalanlagen beschafft.
b) Sammlungen und Dokumentation
Hauptsammlung. Bei einem Stand von 73.380 Inventarnummern zum31. Dezember 1986 weisen die Sammlungen gegenüber dem Vorjahr eine Vermeh-rung um 538 inventarisierte Objekte auf( Stand 31. 12. 1985: 72.852). Die Anzahlder Ankäufe hält mit der Anzahl der Widmungen ungefähr die Waage. Unter denAnkäufen sind hervorzuheben eine große Kastenkrippe( die„ Kupsky"-Krippe) ausdem Riesengebirge, Krippenfiguren aus Salzburg, drei Ölgemälde des akad. MalersViktor Lederer mit Motiven aus dem Burgenland, das Inventar des Trachtenvereins,, D'Jenbacher" und ein Papiertheater; weiters verschiedene Textilien und Schmuck,
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