10. Ausführlicher hierzu meine inzwischen erschienenen Beiträge in: WolfgangBrückner, Klaus Beitl( Hgg.), Volkskunde als akademische Disziplin. Studien zurInstitutionenausbildung(= Mitteilungen des Instituts für Gegenwartsvolkskunde,Bd. 12). Wien 1983, S. 51-62; sowie in: Die Teilung der Prager Universität 1882 und dieintellektuelle Desintegration in den böhmischen Ländern. Vorträge der Tagung des Colle-gium Carolinum in Bad Wiessee vom 26. bis 28. November 1982. München 1984,S. 127-146.
11. 14( 1971) und 15( 1972).
12. Ihnen hat das Collegium Carolinum seine Wiesseer Jahrestagung 1983 gewidmet:,, Vereinswesen und Geschichtspflege in den böhmischen Ländern“. Referatband, hg. v.Ferdinand Seibt, München 1986.
13. Rudolf Hemmerle, Heimat im Buch. Heimatbücher, Heimatbriefe, Kalenderund Jahrbücher 1945-1970. München o. J.
14. Emil Lehmann, Weisheit des Volkstums. Eine kleine Volkskunde in Sprüchen.Leimen/ Heidelberg 1964. Als Probe aus dem Abschnitt„ Volksland“ eine Strophe( S. 9):„ Thüringen, Deutschlands grünes Herz! Im Wald/ Der deutschen Seele tiefer Tonerschallt! Nach allen Seiten von kleinen und großen/ Stämmen umgrenzt, für alle aufge-schlossen!"
15. Ortslexikon der böhmischen Länder 1910-1965. Hrsg. vom Collegium Carolinum.München, Wien 1983.
Schmaraggeln
ein altes, fast vergessenes Wurfkegelspiel
( Ein Nachtrag)
Von P. Johannes Vogt
( mit 2 Abbildungen)
Als Nachtrag zu dem gleichnamigen Beitrag des Autors in dieser Zeitschrift BandXXXVII/ 86, 1983, S. 13-24, erreichte die Redaktion folgende Einsendung:
,, Anläßlich meines Kuraufenthaltes in Schärding( Oberösterreich) kam ich aucheinige Male in die ehemalige Stiftskirche von Vornbach, Gemeinde Neuhaus- Vorn-bach am Inn( D- 8399). Der dortige Dorfhistoriker Alfred Schiestl zeigte mir einenStich des ehemaligen Benediktinerklosters Vornbach( früher Varnbach, gegründetim 10. Jahrhundert von den Grafen Varnbach). Bei genauerer Betrachtung des Sti-ches sah ich mehrere Schmaraggelspiele aufgestellt. Ganz sicher sind zwei Schmarag-gelspiele zu erkennen im Westen der Klosteranlage und im östlichen Kirchhof an derKirchenapsis. Im ersten Fall ist in einem Gartenrondell eine Anordnung von achtstehenden Kegeln und zwei Schmaraggelkugeln zu erkennen. Und im zweiten Fallsieht man sieben Kegel stehen sowie zwei Kugeln liegen, davon eine im Baumschat-ten. Östlich der Hoftaverne, hier, Hoff Dafern' bezeichnet, nimmt man weiterhineine glatte Kegelbahn mit zwei Kugeln und fünf stehenden Kegeln aus.
Es haben also noch zur Barockzeit, aus der der Stich stammt, nicht nur die Zister-zienser, sondern auch die Benediktiner das Schmaraggeln als, Bewegungstherapie",wenn man so will, geübt. Aber, wie eben ersichtlich, gab es auch das heute üblicheKegeln. Dieses geschah jedoch, wie der Stich zeigt, auf einer Kegelbahn ohne Über-dachung."( Briefliche Mitteilung vom 2. Februar 1987.)
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