Literatur der Volkskunde
James R. Dow, Rolf W. Brednich( Hgg.), Internationale volkskundlicheBibliographie für die Jahre 1981 und 1982. Mit Nachträgen für die vor-ausgehenden Jahre. Bonn, Dr. Rudolf Habelt, 1986, 376 Seiten.
Knapp vor Jahresende erschien der neueste Band der Internationalen volkskund-lichen Bibliographie, wiederum ein Doppelband( 1981/82), der 8822 Nummernumfaßt. In ihrem Vorwort berichten die Herausgeber, daß mit diesem Band diezweite Phase der Computerisierung der IVB abgeschlossen sei. Neben einem deut-schen und einem englischen Sachindex verfügt die IVB erstmals auch über ein fran-zösisches Register, darüber hinaus wurden diesmal auch Orts- und Regionalangabenin diese Register aufgenommen. Für die Zukunft haben sich die Herausgeber vorge-nommen, verstärktes Augenmerk auf die Verfeinerung des Systems und eine Ver-besserung des Indizierens zu richten. Da ein Anschluß der IVB an größere Daten-banken geplant ist, erweist es sich als notwendig, die Stichworte, die zum Teil vonden Mitarbeitern auf ihren Karteiblättern mitgeliefert und zum Teil von den Heraus-gebern ergänzend hinzugefügt wurden, zu vereinheitlichen und gleichzeitig mög-lichst differenzierte Begriffe zu verwenden. Auch die Österreichische volkskundli-che Bibliographie( ÖVB) wird zur Zeit auf Computer umgestellt und steht daher vorähnlichen Problemen. Die Zitierweise mußte abgeändert werden nicht zuletzt aufWunsch einiger Mitarbeiter, die auch Beiträge für die IVB erstellen und nach einemeinheitlichen Schema arbeiten wollen. Schlagworte zu den einzelnen Zitaten sollennunmehr vom Bearbeiter sofort mitgeliefert werden, und auch die ÖVB steht dabeivor dem Problem, möglichst detaillierte Register zu schaffen und dennoch Verein-heitlichungen zu treffen. Das Problem der Mehrsprachigkeit, das sich bei der IVBstellt( Transkription, Abteilungsregeln usw.), ist für die ÖVB von keiner Bedeu-tung, jedoch wird die Gewöhnung an die neue Zitierweise sicher noch einige Zeitbeanspruchen.
Die einzelnen Zitate der IVB sind durch Einrückung abgesetzt, jedoch ohne grö-Beren Zeilenabstand voneinander getrennt, was meines Erachtens der schnellenBenützbarkeit hinderlich ist. Wenn man schon aus Platzgründen nicht auf fort-laufende Texte verzichten will, könnte man doch vielleicht die Familiennamen derAutoren in Versalien ausdrucken, ein System, das bei der ÖVB beibehalten werdensoll. Störend empfinde ich auch für den Erstbenutzer zumindest-, daß die Seitenerst aufgeschnitten werden müssen. Bei einem Roman, den man mit Muße liest, magdas unterhaltsam sein, will man jedoch ein Auskunftswerk benützen, ist es eherärgerlich. Nicht immer hat man im Bibliotheksraum Messer oder Schere zur Hand,
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