Tagung auch für die österreichische Hausforschung sicherlich von Bedeutung. So zogz. B. Jiří Škabrada in seinem Referat über das älteste Blockwerkhaus Böhmens( dendrochronologisch 1556 datiert) Parallelen zum ostalpinen Rauchstubenhaus.Auf die Wichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen Archäologen und Volkskundlernmachte in Österreich Gunter Dimt auf der Volkskundetagung 1980 aufmerksam, woer auch die Bedeutung der Forschungsergebnisse Nekudas in Südmähren für dieHaus- und Siedlungsforschung in weiten Gebieten des Mühl-, Wald- und Weinvier-tels hervorhob. Man kann sich daher auf den Tagungsband recht freuen und hoffen,daß die tschechoslowakischen Kollegen die Beiträge mit ausführlichen deutschenZusammenfassungen versehen werden.
Vera Mayer
Auszeichnung für Oskar Moser
Am 6. Dezember 1986 hat die Kungl. Gustav Adolfs Akademien in Uppsala Uni-versitätsprofessor Dr. Oskar Moser die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Die hoheAuszeichnung dieser Akademie, die ihre Aufgabe vor allem in der Förderung jenerForschungszweige sieht, die sich mit der historischen Erforschung des schwedischenVolkes, seiner Lebenswelt und seiner Arbeitskultur befassen und der zahlreiche Stif-tungen angeschlossen sind, wurde zuvor bereits 1972 an Univ.- Prof. Hofrat Dr. Leo-pold Schmidt und 1974 an Univ.- Prof. Dr. Leopold Kretzenbacher verliehen. DieVerleihung der Mitgliedschaft an ausländische Forscher ist äußerst selten und stelltdaher eine besondere Würdigung dar.
Professor Moser, seit 1984 emeritiert, ist daneben wirkliches Mitglied der öster-reichischen Akademie der Wissenschaften und in dieser Eigenschaft Obmann desKuratoriums des Instituts für Gegenwartsvolkskunde, korrespondierendes Mitgliedder volkskundlichen Kommission für Westfalen sowie Vizepräsident unseres Ver-eins für Volkskunde.
Die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft der Kungl. Gustav Adolfs Akademienbedeutet neben der Auszeichnung der persönlichen Leistungen Professor Mosersauch eine Würdigung der Grazer Schule, die seit Viktor von Geramb zu den ältestenselbständigen Lehrkanzeln für Volkskunde im deutschen Sprachraum zählt und diein enger Verbindung mit der Sprachwissenschaft in der Erforschung von„, Wörternund Sachen", in einer ausgeprägten Feldforschung und in fundierter wissenschaftli-cher Arbeit ihren Ruf begründete und bis heute vertreten kann.
Eva Kausel
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