26. Elisabeth Katschnig- Fasch, Wohnen im Städtischen Bereich. Berichteines Projekts zu Wohnkultur und Wohnweisen der Gegenwart in drei GrazerWohngebieten. In: Klaus Beitl( Hg.), Probleme der Gegenwartsvolkskunde( wieAnm. 19), S. 321-346.-- Vgl. auch die instruktive Studie von Orvar Löfgren,The Sweetness of Home. Class, Culture and Family Life in Sweden. In: EthnologiaEuropaea XIV, 1984, S. 44-64.
27. Hermann Bausinger, Zur Spezifik( wie Anm. 18), v. a. S. 11 ff. Die Tatsa-che, daß die Decken mit den( traditionellen) geometrischen Mustern in der Küche( und das heißt: im zentralen Aufenthaltsraum der Familie und der zu Besuch kom-menden Verwandten und Nachbarn), die Decken mit den( modernen) individuellenMustern, aber in der„ guten Stube"( d. h. in dem Raum, in den der„ höhere Besuch"- Pfarrer, Kaufmann usw.- geführt wurde) verwendet wurden, kann geradezu alseine Metapher für kulturelle Ambivalenz und als ein empirisches Beispiel für einenkulturellen Aushandlungsprozeß angesehen werden, mittels dessen die normativenAnsprüche der herrschenden(„, tonangebenden") Kultur( wie„ man" sich einrichtet,wie„ man“ wohnt) partiell erfüllt und als Schauseite( als eine Art vergegenständ-lichtem Lippenbekenntnis) den Vertretern eben dieser Kultur vorgeführt- undzugleich Elemente der traditionellen Lebensweise( die Küche als Herzstück desFamilienlebens) bewahrt werden.
28. Helmut P. Fielhauer, Palmesel und Erntekrone. Zwei Folklorismus-Skizzen aus dem Niederösterreichischen Festkalender. In: Olaf Bockhorn, Hel-mut P. Fielhauer( Hgg.), Kulturelles Erbe und Aneignung. Festschrift für RichardWolfram zum 80. Geburtstag. Wien 1982, S. 79-113.
29. Ein Motiv, das mir im übrigen von einem Fotokunst- Kalender und von einemKodak- Werbeplakat bekannt ist.
30. So wurde selbst noch bei den Landschaftsaufnahmen gefragt,„, wo das denn inX- Dorf sei“, um den Wiedererkennungswert zu gewinnen. Die„ schönen“ Aufnah-men wurden um so„ schöner“ empfunden, je größer der Wiedererkennungswertwar, d. h. wenn es sich bei der Aufnahme um das Abbild der lokalen Landschaft han-delte.
31. Bourdieu, Boltanski, Castel u. a., Eine illegitime Kunst. Die sozialenGebrauchsweisen der Fotografie. Frankfurt/ M. 1981.
32. Heinrich Kautz, Im Schatten der Schlote. Versuche zur Seelenkunde derIndustriejugend. Einsiedeln 1926, S. 29.
33. Rolf Lindner, Die Angst des Forschers vor dem Feld. In: Zeitschrift fürVolkskunde 77. Jg., 1981, S. 51-66. Ders., Ohne Gewähr. Zur Kulturanalysedes Informanten. In: Utz Jeggle( Hg.), Feldforschung. Qualitative Methoden inder Kulturanalyse. Tübingen 1984, S. 59-71.
34. Wolfgang Brückner, Die Wissenschaftsgeschichte der Volkskunde und dieInstitutionen- Erforschung in den Geisteswissenschaften. In: Wolfgang Brückner,Klaus Beitl( Hgg.), Volkskunde als akademische Disziplin. Studien zur Institutio-nenausbildung. Wien 1983, S. 13-32, hier: S. 14.
35. Zu dieser latenten Biographie( der latente Teil der historischen Identität)gehört meiner Auffassung nach auch die Herausbildung der Attitüde der verschäm-ten Selbstgenügsamkeit, die es so schwermacht, auch bei günstiger interdisziplinärer
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