die deutsche Übersetzung beigeschlossen wurde; es darf daraus sowohl auf die Er-kenntnis geschlossen werden, wie sehr auch die keramischen Erzeugnisse in Ungarnim internationalen Zusammenhang gesehen werden müssen, wie auch auf die inter-nationale Verbundenheit der Forscher, die im Laufe der Zeit die Keramik- Samm-lung betreut hatten. Erfreulich sind auch die farbigen Abbildungen, die zum Teil gutdie Unterschiede der farblichen Wirkungen der einzelnen, verschieden dick aufge-tragenen und sich stellenweise überlagernden Glasuren erkennen lassen; unter derbeträchtlichen Anzahl der Schwarzweißabbildungen, die zu einzelnen Objektenauch wichtige Details zeigen, sind einige leider etwas zu dunkel ausgefallen, wodurchdie Bemalung der betreffenden Objekte nahezu nicht erkennbar wird( z. B. Tf. III,4). Bedauerlicherweise muß noch an die zahlreichen Druckfehler gedacht werdenund daran, daß gelegentlich, offenbar wegen nicht richtiger Übersetzung ,,, Stein-zeug" statt ,, Steingut“( z. B. S. 53, 54, 55, 59) zu finden ist. Derartige Mängel könn-ten symbolisch dafür gesehen werden, daß kleinere und größere Schwierigkeiten,wie sie im Leben einem jeden Menschen auch als Forscher entgegentreten, für MáriaKresz nie Hinderungsgründe waren, entsprechend ihren erkannten Grundsätzen zuleben. Der Jubilarin ist weitere glückliche und erfolgreiche Arbeit zu wünschen- admultos annos!
Günter Kohlprath
Dieter Weiss- Helmut Eberhart, Handbuch der Museen und Sammlungenin der Steiermark. Verlag für Sammler, Graz 1979, 195 S., 1 Karte, 97 Abb.In der Reihe der Museumsbücher, die in den letzten Jahren in Österreich erfreu-licherweise erschienen, steht die Steiermark an erster Stelle. Die beiden Assistentenam Institut für Volkskunde in Graz( Dieter Weiss wechselte inzwischen nach Stainz)erkannten offensichtlich als erste, daß auf diesem Sektor der Museumsliteratur, be-sonders in der Steiermark, eine große Lücke bestand. Das von Willi Kadletz 1960verfaßte Büchlein„ Steirische Heimatmuseen" entsprach nämlich in keiner Weisemehr den Gegebenheiten, und auch das Schroll- Handbuch„ Museen und Sammlun-gen in Österreich"( 1968) von Wolfgang Milan, auf das die beiden in der Literatur-angabe immer verweisen, stellt nur ein besseres Museumsverzeichnis dar. Die Her-ausgabe eines neuen Handbuches der Museen und Sammlungen in der Steiermarkwar daher höchst notwendig. Man darf das Handbuch aber auch als ein Zeichen einerneuen intensiveren Beschäftigung der Volkskunde mit dem Museumswesen und imspeziellen mit den Heimatmuseen ansehen. Sie dokumentiert damit ihre Zuständig-keit auf diesem Gebiet. Hermann Steininger schuf mit seiner Karte über„ Volks-kundliche und fachverwandte Museen und Schausammlungen“ im ÖsterreichischenVolkskundeatlas( Bl. 91/1974) dafür eine wichtige Grundlage. Aus ihr kann man dieGründungsphasen, den regionalen Wirkungskreis und die thematische Ausrichtungder einzelnen Museen ablesen. Der Kommentar enthält zusätzlich eine umfassendeLiteraturzusammenstellung. Da Weiss- Eberhart Literatur nur zu den einzelnen Mu-seen anführen, fallen allgemeine Arbeiten, wie eben jene von Hermann Steininger,durch. Diesem Mangel hätte man in der Einleitung abhelfen können. Hier hätte mandann auch auf den Jahresbericht des Joanneums, N. F. 1 für das Jahr 1971, verweisenkönnen, der nicht nur eine Übersicht über die steirischen Heimatmuseen enthält,sondern auch den Vortrag von Walter Modrijan über die Entwicklung der Museenin der Steiermark.
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