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Ilse Koschier, Alte Kärntner Weihnachtskrippen. Katalog zur Ausstellungim Landesmuseum für Kärnten, Klagenfurt, 25. 11.- 15. 12. 1982. Klagenfurt-Landesmuseum für Kärnten 1982, 17 Seiten, ill. Umschlag( Maschinen- Offset).Wir möchten auf diesen Ausstellungskatalog kurz hinweisen. Er enthält einengut fundierten Einführungstext zur Geschichte des Kärntner Krippenwesens. DieAusstellung selbst versuchte einen neuerlichen Überblick zu den Kärntner Weih-nachtskrippen vom frühen 18. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg zu geben.Die Verfasserin war dabei vor allem bemüht, Material aus verschiedenen Kir-chenkrippen Kärntens aufzuzeigen, wofür die volkskundliche Krippenforschungbesonders dankbar sein wird. Den 27 Exponat- Gruppen sind drei Zeittafeln zuge-ordnet, welche die Krippenentwicklung in Kärnten in der Frühphase( 17. Jh.), im18. sowie im 19. bis 20. Jahrhundert übersichtlich zusammenfassen, im Katalogaber leider nur jeweils als Titel angeführt sind. Der Katalog enthält auch eine kur-ze Bibliographie zur Geschichte und Verbreitung der Weihnachtskrippe in Kärn-ten, um die sich I. Koschier überaus verdient gemacht hat.
Oskar Moser
Volksschauspiel im Burgenland, Katalog der gleichnamigen Sonderausstellung,Institut für Gegenwartsvolkskunde der Österreichischen Akademie der Wissen-schaften gemeinsam mit dem Österreichischen Museum für Volkskunde. Mat-tersburg 1982; Selbstverlag des Österr. Museums f. Volkskunde, Brosch. 158Seiten.
Wie sehr hätte sich mein allzufrüh abberufener Freund Leopold Schmidt, un-ser aller Vorbild an Arbeitsethos in der Geistbetätigung für die Volkskunde als,, Wissenschaft vom Leben in überlieferten Ordnungen“ und für die Volksschau-spielforschung im besonderen gefreut, hätte er im vergangenen Sommer zu Mat-tersburg/ Burgenland sehen können, wie seine so früh schon ausgestreute Saat derregen Anteilnahme an den Volksschauspieltraditionen zumal des pannonischenRaumes, von ihm sorgsam gehütet, zur Reife in vielen eigenen und in Arbeitenanderer gebracht, längst also ernteschwer eingeheimst, sich nun in einer sehens-werten Ausstellung präsentieren konnte. Dies in jenem ebenfalls von LeopoldSchmidt unter gar nicht leichten Umständen gegründeten, geistig ausgerichtetenund im Rahmen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften abgesicher-ten ,, Institut für Gegenwartsvolkskunde“ mit dem Doppelsitz in Mattersburg undin Wien.
Es war ja schon die Tagung zu Mattersburg( 16. VI. 1982) ein voller und wirk-lich verdienter Erfolg für die Vortragenden: Friedrich Fuhrich( Wien); Karl Eu-gen Fürst( Fürstenfeldbruck/ Bayern), von dem als dem wirklich letzten aus Mit-erleben, Mitgestalten noch in Oberufer auch„ authentischen" Traditionsträgerund-kenner vor wenigen Wochen als kommentierte Textausgabe„ Das Oberufe-rer Schuster- und Schneiderspiel"( Selbstverlag Fürstenfeldbruck) erschienen ist;Tonbanddemonstration Eva Kausel und Helga Thiel. Als am Abend der Alt-meister europäischer und weltweiter theaterwissenschaftlicher Forschung, zeitle-bens Gönner auch aller Bemühungen wissenschaftlicher Art um das„, Volksschau-spiel" in der Vielzahl seiner Facetten Univ.- Prof. Heinz Kindermann( Wien) dieprächtige Ausstellung in treuem Gedenken an Leopold Schmidt( †) mit be-