Jahrgang 
86 (1983) / N.S. 37
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Karte der Open- Air Museums in Europa" ebendort S. 17, Fig. 1). Das bekannteVerkaufsgelände im Pueblo Español von Barcelona gilt ja nicht als Freilichtmu-seum im heutigen oder im skandinavischen Verstande; es stellt aber einen interes-santen Versuch dar, nach völlig anderen, kommerziellen Zielsetzungen Original-objekte ad hoc zu übertragen und zugleich Rekonstruktionen( mit ganzen Aus-stattungen von Werkstätten) aufzustellen. Freilich müßte man in diesem Zusam-menhang auch an die einst bahnbrechenden Intentionen Viollet- le- Duc's zur Er-haltung von Baudenkmälern und deren Ensembles im Sinne der frühen Denkmal-pflege in Frankreich( Carcassonne, Pérouges, Cannes u. a.) denken.

Von den polnischen Beiträgen möchte man den von E. und M. Dlugoszowie( Nowy Sacz/ Neusandez) über Wohnbauten der Zigeuner Glossar ::: zum Glossareintrag  Zigeuner im dortigen Ethnogra-phischen Park( S. 187-201) und vor allem J. Czajkowskis instruktive Übersichtüber Methoden und Formen der( Außen- und Innen-) Information für Besucher inden europäischen Freilichtmuseen und in Polen hervorheben( S. 202-234), diereich bebildert ist. J. Czajkowski referiert weiters über das einschlägige Museums-wesen Polens( S. 235-264) mit aufschlußreichen Auflistungen und berichtet zu-sammen mit anderen Kollegen über wichtige Fachtagungen dort 1980/81( S.265-334). Seinem Hinweis auf ein sowjetisch- polnisches Fachseminar in Riga( Sept. 1980) sind u. a. bedeutende Aktivitäten in diesem spezifischen Bereichauch in der UdSSR zu entnehmen, wobei man nach E. A. Rozowa( Moskau) so-gar an dem Projekt eines ethnographischen Freilichtmuseumsparks der UdSSRin der Nähe von Moskau" arbeitet( S. 340); aus der Sowjetunion sind hier im üb-rigen 39 andere Freilichtanlagen aufgezählt. Der ungemein inhaltsreiche Band 2der, acta ist dem Gedenken des verdienten polnischen Museologen, Holzkonser-vators und Mykologen Michal Czajnik() mit dessen Bibliographie gewidmet( S. 341-347).

Der ebenfalls reich bebilderte Band über Open- Air Museums in Polen" glie-dert sich in drei Gruppen von Themen und Beiträgen polnischer Museumsfachleu-te. Die erste beschäftigt sich mit museumsgeschichtlichen und methodologischenFragen in neuester Sicht und wird eingeleitet vom Herausgeber selbst mit dem et-was heiklen Fragenkomplex über Die Freilichtmuseumsbewegung in Europa"( S. 12-31) mit sechs Bildbeispielen, darunter auch eines mit der steirischen Bau-gruppe des Österreich. Freilichtmuseums von Stübing( S. 21, Fig. 3). Über inter-essante neue Aufgaben und Aspekte der schnell wachsenden Popularität derSkansenidee" auch für Architekten und Urbanisten berichtet W. Salwa unter Be-dacht auf Natur und Umwelt( S. 56-69), während J. Czajkowski Möglichkeitenund Grenzen der Ausstellungstechnik und-methoden in solchen Museen kritischund kenntnisreich untersucht( S. 70-92), die er auch mit Bildbeispielen stützt.Neben einem zusammenfassenden Überblick über Zustand und Entwicklungsper-spektiven der insgesamt 64 bestehenden oder geplanten Freilichtmuseen in Polen( Standortkarte S. 46!) von F. Midura in der Zeit zwischen den Jahren 1979( S. 32-55) enthält die zweite Gruppe von Beiträgen 15 Darstellungen einzelnerpolnischer Museen( S. 112-258). Von diesen seien wenigstens das bereits 1913von dem Landeskonservator für Ostpreußen Richard Dethlefsen gegründete, 1940nach Allenstein transferierte und 1958, nach dem vollständigen Verlust seiner ori-ginalen Inneneinrichtungen, von Polen abermals reaktivierte Freilichtmuseum inOlsztynek/ Allenstein und das Zeidler- und Imker- Freilichtmuseum" in Radomerwähnt; letzterem wäre etwa das sehenswerte Čebelarski Muzej von Radovljica/

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