Adolf Mais als Herausgeber bzw. Schriftleiter:
A. Mitteilungsblatt der Museen Österreichs, Wien. I. Jg./1952- IX/ 1960.Mit den Ergänzungsheften:
1. Volkskunde. Urgeschichte und Anthropologie in den Museen Österreichs,Wien 1952.
2. Historische und kulturhistorische Sammlungen in Österreich, Wien 1953.3. Josef Höbarth. Lebenserinnerungen, Wien 1953.
4. Kunsthistorische Sammlungen in Österreich, Wien 1955.
5. Naturhistorische und technische Sammlungen in Österreich, Wien 1955.6. Die hauptamtlichen Museumsbeamten Österreichs im wissenschaftlichenDienst, Wien 1956.
7. Aus der Arbeit des Historischen Museums der Stadt Wien, Wien 1959.B. Österreichische Volkskunde für jedermann, Wien 1952.
Mathilde Hain †
Am 12. Jänner 1983 hat Frau Univ.- Prof. Dr. Mathilde Hain in einem Wohn-stift in Bad Neuenhain am Taunus, nahe ihrem langjährigen Wirkungsort, derJohann- Wolfgang- von- Goethe- Universität Frankfurt am Main, ausgelitten. Mankann es nicht anders sagen. Als sie ihre Tätigkeit zu Frankfurt als akademischeLehrerin ab 1947, seit 1953 als außerplanmäßiger Professor und Wissenschaftli-cher Rat 1966 beendet hatte, blieb sie unentwegt in der Forschung tätig, einigeJahre allein in ihrem Heim zu Bad Soden am Taunus, später in jenem Wohnstift,bis vor Jahren ein Schlaganfall den Leidensweg anzeigte, der ihr, der sonst so ger-ne gerade zur„ Feldforschung" Reisenden, Wandernden, kein otium cum digniatebescherte, vielmehr den Abschied verdüsterte mit dem Verlust der Bewegungs-freiheit, mehrmals auch des Sprechvermögens bis hin zu dem trotz so liebevollerPflege durch ihre Nichte nur aus ihrer tiefen Religiosität getragenen Siechtum, biszum Erlöstwerden.
Mathilde Hains Name ist fest und ehrenvoll mit der Entwicklung des Faches„ Volkskunde“( und nur diese Bezeichnung entsprach ihrem Wissenschaftsver-ständnis!) in den Jahren ihres inneren, aber auch oft mutig einbekannten Wider-standes gegen den„ offiziellen Weg" des Faches vor dem Kriege, mitten im Völ-kermorden, als sie 1936-1945 Assistentenjahre zu Berlin verlebte, mitlitt, und imWiederaufbau nach 1945 verbunden. Freilich blieb das fast ohne Widerhall in denFakultäten von damals, vor und nachher, vor allem für eine Frau und eine so ganzohne Ellenbogen
Frau Mathilde Hain hatte es niemals sehr leicht, hätte es sich auch selber nieleicht gemacht. Geboren am 16. 3. 1901 zu Großauheim in Hessen in dem nachdem heimatlichen Ackerbürgerhof benannten Vaterhause„ am Hainal“, unmittel-bar am Main gelegen. Sie ging nach dem Humanistischen Gymnasium in das zu-nehmend unruhig, unheimlich werdende Berlin, dort Germanistik, Anglistik undvon Anfang an auch Volkskunde 1928-1932 zu studieren, blieb aber noch eng am
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